13 UF 413/18 OLG Koblenz verhindert Wegzug der Muter durch gemeinsames Aufenthaltsbestimmungsrecht

18.11.2018 OLG Koblenz 13 UF 413/18

Schulbus (Symbolbild)
Schulbus (Symbolbild)

Immer wieder wird vor den Gerichten und Oberlandesgerichten häufig darum gesttritten ob ein Elternteil mit dem Kind (weit) wegziehen darf oder nicht. Dabei gibt es unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen. Auch das OLG Koblenz hatte sich mit solch einem Fall zu beschäftigen in dem die Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht für sich mit der Absicht beantragt hatte, um mit dem Kind 200 km zu ihrem neuen Lebensgefährten ziehen zu wollen. Continue reading „13 UF 413/18 OLG Koblenz verhindert Wegzug der Muter durch gemeinsames Aufenthaltsbestimmungsrecht“

112/19 BGH: Vollmachtserteilung verhindert Sorgerechtsentzug

29.04.2020 Bundesgerichtshof XII ZB 112/19

Bild Gerechtigkeit Justicia
Bild Gerechtigkeit Justicia

Am 29.04.2020 hat der Bundesgerichtshof die Beschwerde gegen den Sorgerechtsentzugs eines Vaters an das zuständige Oberlandesgericht Brandenburg zurückverwiesen. Das OLG Brandenburg hatte dem Vater zunächst das Sorgerecht entzogen, damit die Mutter (vereinfacht ausgedrückt) wegen der Kommunikationsstörungen mit dem Vater entsprechend alleine agieren konnte.

Der Vater verwies -zu Recht- jedoch darauf hin, das die Kindesmutter im wesentlichen in ihren Alltagsentscheidungen nicht eingeschränkt sei, da er ihr ja entsprechende Vollmachten ausgestellt hatte und die Mutter damit entsprechende Alleinhandlungsbefugnisse hatte. Continue reading „112/19 BGH: Vollmachtserteilung verhindert Sorgerechtsentzug“

14 UF 39/17 Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge verletzt Grundrechte des Kindes

Das OLG Oldenburg hat in seinem Beschluß vom 2.8.2017 – 14 UF 39/17 – (FuR 2018, 370 = NZFam 2017, 1161 = BeckRS 2017, 129882) sich klar und deutlich dazu geäußert, welcher Art und Schwere des Grundrechtseingriffs eine Entsorgung gem. § 1671 BGB nicht nur für den betroffenen Elternteil, sondern – erst recht – für das Kind darstellt.

Hammer Gericht
Hammer Gericht

Es führt in den Gründen dieses Beschlusses aus:

… in Verfahren nach § 1671 BGB. Denn der Entzug der elterlichen Sorge und die Übertragung auf nur einen Elternteil stellt nicht nur einen schweren Eingriff in das Recht des anderen Elternteils dar. Vielmehr wird auch in das verfassungsrechtlich gewährleistete Recht des Kindes auf Wahrnehmung der elterlichen Verantwortung durch beide Elternteile eingegriffen.
Auch in tatsächlicher Hinsicht kann der vollständige Entzug der elterlichen Sorge schwere nachteilige Folgen für das betroffene Kind nach sich ziehen. Denn eine solche Entscheidung kann dazu führen, dass der aus der rechtlichen Verantwortung entlassene Elternteil seine elterlichen Einstandspflichten auch in tatsächlicher Hinsicht vernachlässigt oder gar aufgibt und die vom Gericht getroffene Sorgerechtsentscheidung auf diese Weise entgegen den Interessen und Wünschen des Kindes dazu beiträgt, die Beziehung zwischen dem Kind und dem anderen Elternteil nachhaltig zu beschädigen.

Vollständiges Urteil ist unter folgendem Link abrufbar:
https://openjur.de/u/2205237.html

10 UF 216/14 | OLG Brandenburg: Keine gemeinsame elterliche Sorge bei erheblicher Kommunikationsstörung

15.02.2016 | 10 UF 216/14 | OLG Brandenburg

justitia-2597016_1920
justitia-2597016_1920

Während das OLG Brandenburg am 03.08.2015 entschied, das auch bei Kommunikationsprobleme eine gemeinsame elterliche Sorge eingerichtet werden kann, entschied das gleiche OLG noch ein halbes Jahr später in einem anderen Fall, dass es auch Grenzen bei den Kommunikationsstörungen gibt. Continue reading „10 UF 216/14 | OLG Brandenburg: Keine gemeinsame elterliche Sorge bei erheblicher Kommunikationsstörung“

3 UF 139/15 OLG Hamm Vorraussetzungen für gemeinsames Sorgerecht

24.05.2016 OLG Hamm: Vorrausetzungen für gemeinsames Sorgerecht 3 UF 139/15

Urteil Hammer
Urteil Hammer

Nach § 1626a BGB steht grundsätzlich der Mutter eines nicht ehelichen Kindes das alleinige Sorgerecht zu. Voraussetzung für die Anordnung der gemeinsamen elterlichen Sorge, die bei verheirateten Paaren das Leitbild darstellt, ist, dass sie dem Kindeswohl nicht widerspricht. Die Zugangsvoraussetzungen für deren erstmalige Anordnung sollen dabei nicht zu hoch angesetzt werden. Dieses bestätigte das OLG Hamm in seinem Urteil vom 24.05.2016. Continue reading „3 UF 139/15 OLG Hamm Vorraussetzungen für gemeinsames Sorgerecht“

XII ZB 419/15 – BGH: Gemeinsames Sorgerecht auch gegen den Willen des anderen Elternteils

15.06.2016 | XII ZB 419/15 | BGH

justitia-2597016_1920
justitia-2597016_1920

Am 15.06.2016 urteilte der Bundesgerichtshof, das ein gemeinsames Urteil auch gegen den Willen des anderen (betreuenden) Elternteils grundsätzlich möglich sei.

Der Bundesgerichtshof bestätigte damit das Urteil des OLG Brandenburg vom 03.08.2015 (Vorinstanz: OLG Brandenburg 03.08.2015 OLG Brandenburg: Gemeinsames Sorgerecht auch bei gestörter Kommunikation 13 UF 50/15  ) Continue reading „XII ZB 419/15 – BGH: Gemeinsames Sorgerecht auch gegen den Willen des anderen Elternteils“

6 UF 70/14 | OLG Saarbrücken: Sorgerechtsentzug bei negativer Kindesbeeinflussung.

08.09.2014 | 6 UF 70/14 | OLG Saarbrücken

OLG Saarbrücken Sorgerechtsentzug bei negativer Kindesbeeinflussung

Justizia ist blind
Justizia ist blind

Wenn eine Mutter ihr Kind negativ beeinflusst und gegenüber dem Vater aufhetzt, so kann der Mutter das Sorgerecht entzogen werden. Continue reading „6 UF 70/14 | OLG Saarbrücken: Sorgerechtsentzug bei negativer Kindesbeeinflussung.“

Familiengericht München: Entzug der elterlichen Sorge wegen Umgangsboykott

Bei Umgangsboykott ist das Sorgerecht in Gefahr

entsorgter Vater
entsorgter Vater

Wer als umgangsverpflichteter Elternteil den Umgang des Kindes mit dem anderen Elternteil verweigert, dem droht der Entzug der elterlichen Sorge.

Das ein Umgangsboykott dem Kind schadet, ist wohl so manchen Eltern immer noch nicht klar und immer noch werden viele Kinder dahingehend beeinflusst, keinen Umgang mit dem umgangsberechtigtem Elternteil ausüben zu wollen.

Umgangsboykott gefährdet das Kindeswohl

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13 UF 50/15 OLG Brandenburg: Gemeinsames Sorgerecht auch bei gestörter Kommunikation

13 UF 50/15 OLG Brandenburg

Am 03.08.2015 hat das OLG Brandenburg einem Vater das gemeinsame Sorgerecht gegeben, obwohl es auf der Elternebene eine gestörte Kommunikation gegeben hatte.

justitia-2597016_1920
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Bislang haben Mütter nach einer Trennung häufig dafür gesorgt, das die Kommunikation auf der Elternebene gestört ist und es zwischen Vater und Mutter nicht zu vernünftigen Gesprächen kommen konnte. Aufgrund dieser Streitsituation zwischen den Eltern beantragten die Mütter daraufhin das alleinige Sorgerecht. Continue reading „13 UF 50/15 OLG Brandenburg: Gemeinsames Sorgerecht auch bei gestörter Kommunikation“

11 UF 173/14 | OLG Stuttgart: Voraussetzungen für gemeinsames Sorgerecht

02.12.2014 | 11 UF 173/14 | OLG Stuttgart

Voraussetzungen für gemeinsames Sorgerecht

aus unserer Urteilsdatenbank zum deutschen Familienrecht

OLG Stuttgart 11 UF 173/14 · Beschluss vom 2. Dezember 2014

Das OLG Stuttgart hat die Voraussetzungen für ein gemeinsames Sorgerecht festgelegt Continue reading „11 UF 173/14 | OLG Stuttgart: Voraussetzungen für gemeinsames Sorgerecht“