LSG Bremen: Hartz4 Empfänger bekommen Reisekosten zur Ausübung des Umgangsrechts erstattet

S 23 AS 515/14 ER Sozialgericht Bremen:

Das Jobcenter hat Kosten einer Reise nach Australien zur Ausübung des Umgangsrechts zu übernehmen

Väter, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen und davon Unterhalt und Steuern zahlen müssen nach bisheriger Rechtssprechung die Kosten für die Durchführung des Umgangs nach unseren Kenntnissen selber zahlen und können diese Kosten auch nicht von der Steuer absetzen.

Viel einfacher haben es da Väter, die vom Jobcenter Geld bekommen… Weiterlesen „LSG Bremen: Hartz4 Empfänger bekommen Reisekosten zur Ausübung des Umgangsrechts erstattet“

13 UF 50/15 OLG Brandenburg: Gemeinsames Sorgerecht auch bei gestörter Kommunikation

13 UF 50/15 OLG Brandenburg

Am 03.08.2015 hat das OLG Brandenburg einem Vater das gemeinsame Sorgerecht gegeben, obwohl es auf der Elternebene eine gestörte Kommunikation gegeben hatte.

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Bislang haben Mütter nach einer Trennung häufig dafür gesorgt, das die Kommunikation auf der Elternebene gestört ist und es zwischen Vater und Mutter nicht zu vernünftigen Gesprächen kommen konnte. Aufgrund dieser Streitsituation zwischen den Eltern beantragten die Mütter daraufhin das alleinige Sorgerecht. Weiterlesen „13 UF 50/15 OLG Brandenburg: Gemeinsames Sorgerecht auch bei gestörter Kommunikation“

IV ZR 307/12 BGH: Sachverständigenanhörung vor Gericht

Bundesgerichtshof 30.Oktober 2012 IV ZR 307/12

Frage Antwort
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Hat das Gericht in erster Instanz dem Antrag einer Partei auf Ladung des Sachverständigen zur Erläuterung seines Gutachtens in mündlicher Verhandlung zu Unrecht nicht entsprochen, muss das Berufungsgericht dem im zweiten Rechtszug wiederholten Antrag stattgeben. Anderenfalls verletzt es den Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör (IV ZR 307/12 Fortführung des Senatsbeschlusses vom 15. März 2006 – IV ZR 182/05, VersR 2006, 950 Rn. 6-8).“

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Eltern haben Anspruch auf konkrete Umgangsregelung

Quelle: OLG Brandenburg, Beschl. v. 31.05.2012 – 9 UF 6/12

Das OLG Brandenburg hat am 31.05.2012 im Verfahren 9 UF 6/12 beschlossen, das Eltern einen Anspruch auf eine inhaltlich nachvollziehbare Umgangsregelung haben und das eine Festlegung des Umgangs nicht hinausgezögert werden dürfe, nur weil man nicht feststellen könne, ob der Umgang dem Wohl des Kindes diene…

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Bundesverfassungsgericht – 1 BvR 486/14 – Wechselmodell ist kein Umgangsrecht.

BvR 486 14 24. Juni 2015

Frage Antwort
Gehört das Wechselmodell zum Sorgerecht oder zum Umgangsrecht?

Häufig wurde die Frage diskutiert, ob das Wechselmodell eher dem Sorgerecht oder dem Umgangsrecht zuzuordnen ist.
In der Rechtssprechung gab es dazu bislang keine klare Regelung. Jedoch wurde bislang das Wechselmodell eher dem Sorgerecht zugeordnet, jedoch meistens dahingehend, dass die Eltern sich freiwillig auf die paritätische Doppelresidenz geeinigt hatten.

Wer also hälftigen Umgang mit seinem Kind haben möchte, muss das im Sorgerechtsverfahren/ Aufenthaltsbestimmungsrechtsverfahren klären. Weiterlesen „Bundesverfassungsgericht – 1 BvR 486/14 – Wechselmodell ist kein Umgangsrecht.“

OLG Rostock keine willkürliche Zurechnung von fiktiven Einkommen

Sofern Väter sich um ihre Kinder kümmern (wollen), können ihnen nicht willkürlich Einkünfte zugerechnet werden.

OLG Rostock, 05.02.2015 – 11 UF 138/13 Für einen barunterhaltspflichtigen Elternteil, der nicht in Höhe des Mindestunterhalts leistungsfähig ist, besteht keine Obliegenheit zur Ausübung einer Nebentätigkeit, wenn er ausbildungsgerecht in Vollzeit arbeitet, hohen Zeitaufwand für den Arbeitsweg hat und sein Umgangsrecht regelmäßig wahrnehmen möchte. Weiterlesen „OLG Rostock keine willkürliche Zurechnung von fiktiven Einkommen“

OLG Hamm 25 W 94/13 PKH Kostenvorschuss für Privatgutachten

14.05.2013 (AZ 25 W 94 / 13)

Gewährung eines Kostenvorschusses an den PKH-Anwalt für ein Privatgutachten seines Mandanten

Privatgutachten um gegen fehlerhaftes Gutachten vorzugehen

Urteil Hammer
Urteil Hammer: Wieder einmal haben die Richter des OLG Hamm eine wichtige Entscheidung zum Thema Gutachten getroffen

Wer durch ein Gutachten falsch begutachtet worden ist und sich dagegen wehren muss, kommt in der Regel nicht darum, ein Privatgutachten in Auftrag zu geben, um die Fehler des Gutachtens beweisen zu können. Weiterlesen „OLG Hamm 25 W 94/13 PKH Kostenvorschuss für Privatgutachten“

Wenn die Eltern nicht streiten, dient das dem Wohl des Kindes

24.03.2015 Familiengericht Delmenhorst (Az 81/13 SO)

Überraschende Wende nach jahrelanger Streitigkeit vor dem Familiengericht

Zwischen den Fronten.Kinder im Scheidungskrieg. Wenn das Kind zur Waffe wird.
Zwischen den Fronten. Kinder im Scheidungskrieg. Wenn das Kind zur Waffe wird.

Väter und Mütter, die unserer Strategie beharrlich folgen, können letztlich nur erfolgreich sein und werden ihr Ziel letztlich auch erreichen.

Familiengericht Delmenhorst hebt Übertragung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechts auf die Kindesmutter auf. Weiterlesen „Wenn die Eltern nicht streiten, dient das dem Wohl des Kindes“

14 UF 135/14 OLG Hamm: Begleitperson bei Begutachtung erlaubt

14 UF 135/14 Urteil vom 03.02.2015

OLG Hamm: Bei gerichtlich angeordneter Untersuchung durch psychologischen Sachverständigen ist Begleitperson erlaubt

Foto Hand mit Geld und Paragraphen 
Urteil OLG Hamm: Bei gerichtlich angeordneter Untersuchung durch psychologischen Sachverständigen ist Begleitperson erlaubt

Wird in einer familienrechtlichen Auseinandersetzung ein Gutachten angeordnet und nehmen die Eltern freiwillig an der Begutachtung teil, haben die Eltern das Recht zu der Begutachtung eine Begleitperson mitzunehmen.

Dieses hat das Oberlandesgericht Hamm (Az.: 14 UF 135/14). am 03.02.2015 entschieden. (Vollständiger Erlass z.b. bei  Juris unter diesem Link abrufbar)

Da der Kindesvater bereits in erstinstanzlicher Verhandlung mit der selben Gutachterin zu tun hatte und negative Erfahrungen gemacht hatte, wollte der Vater sich zur Begutachtung einen unabhängigen Zeugen mitnehmen. Nur so wäre es ihm möglich gewesen Falschaussagen der Gutachterin wirkungsvoll widerlegen zu können.

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