Ausgegrenzter Vater lässt sich provozieren und muss 2700€ Strafe zahlen

entsorgter Vater
entsorgter Vater

Ich weise immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, bei einer familienrechtlichen Auseinandersetzung die Nerven zu behalten, egal wie stressig es ist. Hier wieder ein trauriges Beispiel über eine sinnlose Eskalation im Familienrecht und die daraus resultierenden Folgen.

Es begann mit einer Umgangsverweigerung

Trotz rechtskräftigen Umgangsbeschluss durfte ein umgangsberechtigter Vater seine (zum Tatzeitpunkt 2016) 8 jährige Tochter nicht sehen. Der Vater befand sich in einer „emotional aufgewühlten Stimmung“ weil er seine Tochter nicht sehen durfte. Er griff zum Hörer und rief seine Ex-Freundin an und beschimpfte sie am Telefon als „Dooferla“ und den neuen Lebensgefährten als „Fettsack“. Wer schon einmal eine familienrechtliche Auseinandersetzung erlebt hat, weiß das beim Rosenkrieg manches mal deutlich drastischere Ausdrücke benutzt werden. Dieses soll hier keine Verharmlosung dessen sein, was der Vater getan hat, sondern Ziel ist es, darauf hinzuweisen, welche Folgen unkontrolliertes Handeln in „emotional aufgewühlten Situationen“ haben kann.



Mit Bedrohungen und Beleidigungen erreichen ausgegrenzte Väter nur das Gegenteil

Knock-Out
Knock-Out

Den vorsitzenden Richter des Amtsgericht hatten in der Strafsache die Vorwürfe der Umgangsverweigerung nicht interessiert und so verurteilte das Gericht den Vater zu 180 (!!!) Tagessätzen zu je 15€. Insgesamt also 2700€

Der Staatsanwalt lobte zwar den Wunsch des Vaters, Verantwortung übernehmen zu wollen aber das hielt ihn nicht davon ab, eine noch höhere (Haft-)Strafe zu fordern.

Weil der Vater die Strafe wohl nicht bezahlen kann, wird er die 180 Tagessätze wohl absitzen müssen. Seine Tochter wird er dann in diesem Zeitraum nicht besuchen können und ob die Mutter nicht inzwischen das aggressive Verhalten des Vaters dazu bereits genutzt hat um einen Umgangsausschluss durchzubekommen ist aus dem Pressebericht nicht ersichtlich.

Es liegt nahe das die Mutter aber wohl dem aggressiven Vater wohl auch in Zukunft den Umgang verweigern wird, mit der Begründung das dieser ja aggressiv sei und das das nicht dem Wohl des Kindes dienlich sein wird.

Der Artikel erschien auf dem Nachrichtenportal infranken.de und kann unter diesem Link abgerufen werden.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr wie wichtig es ist, sich von Beginn an professionelle Hilfe zu holen um Nicht durchzudrehen. Lieber mal ein paar hundert Euro ausgeben um sein Verhalten zu reflektieren als sich in emotional aufgewühlten Situationen zu irgendwelchen Sachen hinreißen zu lassen, die nicht nur nicht dazu führen, das Kind wiederzusehen sondern die genau das Gegenteil bewirken und ein paar tausend Euro kosten.




4 thoughts on “Ausgegrenzter Vater lässt sich provozieren und muss 2700€ Strafe zahlen

  1. Hardie 29/07/2017 at 19:33

    @Kairos: gebe dir vollkommen recht. Hast Du einmal die rote Karte, bist du weg vom Platz.
    @Michael: wie hast du es mit den guten Referenzen beim JA hinbekommen? Mir steht das noch bevor, für Tipps bin ich dankbar.

  2. Kairos 25/07/2017 at 12:52

    Wenn die Würfel gefallen sind – d.h., das Jugendamt hat sich für diesen oder jenen entschieden oder hat vor, gleich beide Eltern „weg-beschließen-zu-lassen“ im Verein mit seinem parteiischen Familiengericht,
    (= Jugendamt mit seinen Fachleuten macht niemals Fehler, sagt stets die Wahrheit, ist der „beste Erzieher“, zugleich einer der wichtigsten Arbeitgeber im „Dienstleistungsgewerbe“ und ein „guter Beamtenhort“, wie der Justizbetrieb mit seinen „juristischen Kollegen), dann
    können Sie sich so wohl verhalten, wie Sie nur können, es wird Ihnen nichts bringen.
    Die Kinder sind trotzdem weg und bleiben weg. Die Entfernung von den Eltern und die Entfremdung von den Eltern haben ihre Wirkung getan.

    Es wird nicht mehr geprüft, es wird nichts revidiert oder korrigiert. Niemand entschädigt Eltern für den Kinderverlust, so schmerzhaft und immerwährend er auch sein mag.

    Da wird eine Jugend „staatserzogen“, die an Egoismus und Empathielosigkeit nicht mehr übertroffen werden kann.
    Tolle Zukunftsaussichten – wenn Kinder unsere Zukunft sein sollen.

  3. Michael 24/07/2017 at 14:24

    Oh liebe Kindsväter, dieser Artikel ist GOLDWERT !

    Die Anwältin meiner Ex hat die gleiche Taktik verfolgt: In ihren Schriftsätzen ließt man seitenweise schwerste Beleidigungen, Verunglimpfungen und Unterstellungen. Beide, die Ex und RA verbieten mir die Kommunikation zur Ex und haben schon zwei mal mit „Gewaltschutzklagen“ gegen mich gedroht. Wir haben begleiteten Umgang beantragt – sie, weil sie Macht ausüben will – ich, weil ich mich vor ihr schützen muss. Achtung Rollenverteilung : Ich biete bei jeder „guten“ Gelegenheit meine Gesprächsbereitschaft zum Mutter/Vater-Dialog an – sie verweigert alles, hartnäckig. Es geht bis zu Gewaltvorwürfen gegen mich, bis hin zu sexuellem Missbrauch, wenn man mich nicht strengstens beobachtet. So geht das jetzt schon 3 (drei) Jahre ! Aber : Papa lässt sich nicht provozieren. Papa kommt regelmäßig pünktlich. Papa signalisiert Gesprächsbereitschaft. Papa hat allerbeste Referenzen vom JA und Umgangsträger. Meine Kleine Zaubermaus liebt Papa. Meine Ex flippt immer mehr aus und kämpft mit allen Mitteln. In der Kita lügt sie bzgl. Sorgerecht und Umgang und diffamiert mich ohne Ende. Aber Papa hält durch !

    Jetzt wird das Gericht entscheiden über 14 Tage Regel und Sorgerecht. Meine Ex wird toben vor Wut …

    Liebe KV haltet durch ! Nicht provozieren lassen ! Kein Stalking ! Keine Anfälle ! Keine Rache !

    Es geht um unsere Kinder …

  4. Tl 23/07/2017 at 16:01

    Die Mutter, die Umgang gewährt, ist die feudale Fürstin, die das gemeinsame Kind als Produkt ihres Körper dealt. Der Vater ist auf seine Zahlfunktion reduziert. Der Staat fungiert als Pimp.

    Deutschland ist im Familienrecht Hurenstaat.

    Gleichberechtigung sieht anders aus.

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