Väter und Mütter für Kinder

Vorurteile gegen das Wechselmodell was stimmt und was nicht?

Das Wechselmodell und seine Vorurteile

Zwischen den Fronten. Kinder im Scheidungskrieg. Wenn das Kind zur Waffe wird.

Der Deutsche Familiengerichtstag hat sich mehrheitlich für das Wechselmodell ausgesprochen. Dennoch gibt es weiterhin einige Bedenken und viele Vorurteile gegen das Wechselmodell bei Deutschen Gerichten, Anwälten und insbesondere Frauenverbänden.
Wie wir bereits berichteten geht der deutsche Familiengerichtstag bereits ab einem Betreuungsanteil von mehr als 30 % von einer paritätischen Doppelresidenz aus und empfiehlt dieses Modell sogar bei Eltern mit Auseinandersetzungen.



Nachteile beim Wechselmodell

Beim Wechselmodell gibt es nach unserer Auffassung 2 Nachteile:

Nachteile für die Mutter beim Wechselmodell

Der einzige uns bekannte Nachteil für die Mutter beim Wechselmodell ist der Wegfall der Barunterhaltspflicht des Vaters gegenüber der Kindesmutter. Durch den Barunterhalt verdient die Kindesmutter am Kind, da in vielen Fällen der Barunterhalt eben nicht für das Kind ausgegeben wird, sondern in die Kasse der Kindesmutter wandert und ihr verfügbares Einkommen erhöht. Fällt der Barunterhalt weg, muss die Kindesmutter mit zum Lebensunterhalt des Kindes beitragen. Auch wenn dieser Grund von Frauenverbänden immer wieder angeführt wird, gehen wir Väter und Mütter von „Vater Los“ davon aus das die Mehrzahl der Frauen durchaus bereit ist anteilig zum Lebensunterhalt des Kindes mit beizutragen und sich nicht auf Kosten des Kindes bereichern will.

Nachteile für den Vater beim Wechselmodell

Väter, die sich für das Wechselmodell entscheiden, müssen auf einmal mehr Zeit mit ihrem Kind verbringen. Anstatt den Spassvati am Wochenende zu spielen, müssen diese Väter nun mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und müssen dabei auch finanzielle Einbusen hinnehmen. Da tröstet es nur wenig das gegebenenfalls die Barunterhaltspflicht gegenüber der Kindesmutter wegfällt und der Vater darüber hinaus hälftigen Anspruch auf das Kindergeld hat.




Wechselmodell Vorurteile statt Nachteile

Welches Betreuungsmodell ist nach einer Trennung für das Kind am besten geeignet?

Dennoch gibt es eine Reihe von Vorurteilen gegen das Wechselmodell. Auch die oben angeführten Nachteile erscheinen bei näherer Betrachtung nicht als echte Nachteil. Die Mutter bekommt etwas weniger Geld, hat dafür aber mehr Zeit um sich selbst zu verwirklichen. Der Vater hat zwar weniger Zeit für sich und muss vielleicht beruflich auch ein bisschen zurückstecken, aber dafür darf er mehr Zeit mit seinem Kind verbringen und kann dadurch auch profitieren.

Die einzigen echten Verlieren in diesem System sind die Anwälte. Wie wir schon beschrieben haben, sind die Anwälte am wenigsten am Wohl des Kindes interessiert.

Welche Vorurteile gegen das Wechselmodell stimmen?

In diesem Zusammenhang hat Frau Professorin Doktorin Hildegund Sünderhauf sich ausführlich mit den gängigsten Vorurteilen beschäftigt und die Vorurteile gegenüber dem Wechselmodell einmal näher beleuchtet.

Frau Professorin Doktorin Hildegund Sünderhauf ist die wohl bekannteste Familienrechtsberaterin in Deutschland. In nahezu jedem Gerichtsurteil wird auf die entsprechenden Äußerungen und die Fachliteratur von Frau Professorin Doktorin Hildegund Sünderhauf verwiesen.

Die diesbezügliche Literatur richtet sich vornehmlich an Anwaltskanzleien, Gerichte und andere institutionelle Einrichtungen (z.b. Jugendamt) und ist für die meisten Väter unerschwinglich und häufig auch schwer verständlich. Diese Fachliteratur erscheint beispielsweise unter dem Namen „Der Familien-Rechts-Berater“ monatlich im Verlag Dr. Otto Schmid in Köln

Zitat:
Der Familien-Rechts-Berater (FamRB) ist ein aktueller Informationsdienst für alle im Familienrecht tätigen Praktikerinnen und Praktiker. Die Zeitschrift bietet monatlich aus einer Hand fachspezifische Informationen zum gesamten Familienrecht (einschließlich seiner „Schnittstellen“ mit dem Erb-, Steuer- und Sozialrecht) und rund um das familienrechtlliche Mandat mit Auslandsbezug in praxisgerecht aufbereiteter Form:

Die relevante aktuelle Rechtsprechung („Entscheidungen, die Sie kennen müssen“)
Prägnante Kurzdarstellungen zu Themen der täglichen Beratungspraxis
Tipps für erfolgreiche Verfahrens- und Verhandlungsstrategien

jeweils knapp, kompakt und kompetent aufbereitet.

Der FamRB ist eine Zeitschrift von Praktikern für Praktiker: Namhafte Kenner des Familienrechts stehen als ständige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für seine Qualität. Mit dem FamRB sind Sie auf der sicheren Seite!

Quelle: Internetseite Der Familienrechtsberater, Stand 15.01.2014 http://www.famrb.de/wechselmodell.htm

Auf der Seite des FamRb ist nun eine kostenlose Leseprobe mit dem Titel „Vorurteile des Wechselmodells: Was stimmt, was nicht?“ abrufbar.

Wir empfehlen allen interessierten Vätern und Eltern die sich mit dem Wechselmodell beschäftigen diese Leseprobe von Frau Prof. Dr. Sünderhauf kostenlos runterzuladen, da der Download wahrscheinlich nicht dauerhaft kostenlos zur Verfügung gestellt werden wird.