Aus der Serie: Tipps für entsorgte Väter
Das Jugendamt einschalten
Das Jugendamt wird von vielen Vätern als mütterfreundliche und väter-/ kinderfeindliche Organisation betrachtet. Häufig wird das Jugendamt unberechtigterweise auch als Mafia bezeichnet. Viele von Trennung betroffene Eltern und Kinder halten das Jugendamt für völlig unfähig. Berichte aus der jüngeren Vergangenheit in denen das Jugendamt versagt hat, bestätigen diesen Verdacht.
Abneigung gegen das Jugendamt unterdrücken
Aus diesem Grund haben viele entsorgte Väter eine sehr hohe Abneigung gegen das Jugendamt. Diese Abneigung gegen das Jugendamt kann man also durchaus nachvollziehen. Durch die teils väterfeindliche Haltung hat das Jugendamt viel zu dieser Abneigung beigetragen.
Warum ignoriert das Jugendamt das Wohl des Kindes?
Es gibt sogar Stimmen, die behaupten, dass das Jugendamt bewusst eine Kindeswohlgefährdung in Kauf nimmt, um die geschädigten Kinder dann hinterher in andere Einrichtungen der Jugendpflege weiterzuleiten und das dabei der ein oder andere Mitarbeiter dann auch eine nette Provision erhält. Darüber hinaus äußern auch viele Väter und Institutionen den Verdacht das die Mitarbeiter des Jugendamtes kein Interesse an einer Konfliktlösung haben. Denn (so deren Überzeugung) wo Familien (Väter, Mütter, Kinder) kaputt gemacht werden, besteht ein hoher Beratungsbedarf und dieses sichert Arbeitsplätze in der Familienfürsorge. Diese Behauptungen konnten zwar bisher nicht widerlegt werden, aber es finden sich für diese These auch noch keine ausreichenden Beweise.
Welches Risiko gibt es, wenn man das Jugendamt einschaltet?
Bezieht man das Jugendamt mit ein, so besteht die Gefahr, dass das Jugendamt einem die Worte in den Mund umdreht und die Ausgrenzung des Kindes fördert und die Eltern-Kind-Entfremdung und somit die Kindesmisshandlung vorantreibt. Zumindest wird in sozialen Netzwerken und in einschlägigen Internetforen immer vor dem Jugendamt mit genau dieser Begründung gewarnt.
Der richtige Umgang mit dem Jugendamt
Aus diesem Grund sollte man (wenn möglich) zu Gesprächen mit dem Jugendamt Zeugen mitnehmen und Gesprächsprotokolle anfertigen. Am besten ist es, wenn das Gesprächsprotokoll von dem Zeugen geschrieben wird. Das Protokoll dann vom Jugendamtsmitarbeiter unterschreiben lassen und auch selbst unterschreiben. Natürlich sollte man dem Jugendamtsmitarbeiter auch die Gelegenheit geben das Protokoll zu ergänzen. Sollte der Jugendamtsmitarbeiter sich weigern das Protokoll zu unterschreiben, dann das Protokoll per Post an das Jugendamt senden und somit das Protokoll damit bestätigen. (Sehr geehrter Herr/Frau… hiermit sende ich Ihnen – wie besprochen – das Protokoll unseres Gespräches vom …)
Warum es schadet, nicht mit dem Jugendamt reden zu wollen
Wer aufgrund negativer Erfahrungen (oder negativer Berichte) das Jugendamt NICHT mit einbezieht, läuft Gefahr vom Jugendamt als nicht kommunikationsbereit, nicht konfliktbereit und somit als erziehungsunfähig eingestuft zu werden.
Wer das Jugendamt einbezieht und sich die Gespräche nicht protokollieren lässt, läuft Gefahr, das das Jugendamt hinterher Sachen behauptet, die NICHT stimmen.
Unsere Meinung: Das Jugendamt einbeziehen halten wir für SEHR empfehlenswert! Aber ACHTUNG: Gespräche beim Jugendamt protokollieren.
Und was ist, wenn das Jugendamt mir nicht hilft?
Es kann sein, das das Jugendamt Ihnen keine Unterstützung bietet. Aber das können Sie nur feststellen, wenn Sie sich wirklich die Mühe gemacht haben mit dem Jugendamt zu sprechen. Lassen Sie es hingegen zu, das das Jugendamt nicht mit Ihnen spricht, wird das Jugendamt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hinterher behaupten, das man zwar gerne mit Ihnen gesprochen hätte, aber es ja keine Gesprächstermine gegeben hatte! Dann droht Ihnen der Entzug der elterlichen Sorge auf Lebenszeit und die Entfremdung von Ihrem Kind.
Es besteht keine Garantie, dass das Jugendamt Ihnen hilft, wenn Sie mit dem Jugendamt reden, aber durch Schweigen wird Ihnen auch nicht geholfen.
Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Jugendamt gemacht? Oder sind Sie selber Jugendamtsmitarbeiter? Dann schreiben Sie doch mal welche Erfahrungen (positiv und negativ) Sie mit dem Jugendamt gemacht haben!