Frauen sind in Beziehungen häufiger aggressiv als Männer
Zu diesem (für viele scheinbar überraschenden Ergebnis) kam eine Studie der University of Cumbria unter Leitung von Dr. Elizabeth Bates, über die der englische Telegraph bereits 2014 berichtete. (Hier klicken um zum Artikel zu gelangen)
Für die Studie wurden mehr als 1000 junge Männer und Frauen zu ihren Gewalterlebnissen in Beziehungen befragt. Die repräsentative Studie kam zu dem Ergebnis, das Frauen häufiger aggressiv und kontrollierend in Beziehungen sind als Männer.
Frauen bedrohten ihren Partner dabei nicht nur häufiger als umgekehrt, sondern auch die körperliche Gewalt von Frauen gegenüber Männern ist laut dieser Studie stärker ausgeprägt als die Gewalt von Männern gegenüber Frauen.
Frauen in der Opferrolle
Die Ergebnisse dieser Studie stehen im Gegensatz zu der allgemein verbreiteten Auffassung, das Frauen immer die Opfer von Gewalt sind. Die Studie hat den Nachweis erbracht, dass die Frauen häufiger Täter sind, als das sie Opfer sind.
Die Gründerin des 1. Frauenhauses Erin Pizzey hat bereits nach Eröffnung ihres Frauenhauses 1971 festgestellt, das mindestens die Hälfte der Frauen, die bei ihr im Frauenhaus „Zuflucht“ gesucht hatten, mindestens so gewalttätig waren wie ihr Mann. Da Erin Pizzey nur 100 Frauen untersucht hatte, wurde diese Studie als nicht representativ abgetan.
Gewalt in Beziehungen ist weiblich
Eine Studie der Universität Fulda hat uns bereits 2013 zu der Aussage bewegt, das Gewalt in Beziehungen weiblich ist. Unsere Aussage wurde durch die neue Studie aus England nunmehr bestätigt.
Frauen nutzen Gewalt um ihren Partner zu kontrollieren
Die Studie kam zu dem Ergebnis, das Frauen Gewalt gezielt einsetzen, um ihren Partner zu kontrollieren.
Gewalt gegen Männer immer noch ein Tabuthema
In England (und in Deutschland auch) gibt es Gewaltschutzprogramme jedoch im Allgemeinen weiterhin nur für Frauen. In der öffentlichen Wahrnehmung sind Frauen nach wie vor die Opfer und Männer werden pauschal zum Täter verurteilt.
Schaut man sich jedoch mal in der Öffentlichkeit oder im Fernsehen um, so wird Gewalt von Frauen sogar toleriert und für Richtig befunden. Wenn eine Frau einem Mann in der Öffentlichkeit eine Backpfeife gibt, dann ist der Mann der gedemütigte. Niemand kommt auf die Idee, die Frau diesbezüglich zur Verantwortung zu ziehen. Würde umgekehrt ein Mann einer Frau eine Backpfeife geben, so hätte dieses hingegen weitreichende juristische Konsequenzen für ihn.
Hier muss ein gesellschaftlicher Wandel erfolgen. Die Gewalt von Frauen an Männern darf nicht mehr tabuisiert werden. Gewalt gegen Männer muss in der gleichen Art und Weise behandelt werden, wie Gewalt gegen Frauen.