Väter und Mütter für Kinder

Eltern-Kind-Entfremdung-PAS

Eltern-Kind-Entfremdung – „PAS“ – Sonderform der Kindesmisshandlung.

Eltern-Kind-Entfremdung einfach und verständlich erklärt

entsorgter Vater

Eltern-Kind-Entfremdung wird in Fachkreisen mittlerweile immer mehr als Sonderform der Kindesmisshandlung anerkannt. Unter einer Eltern-Kind-Entfremdung versteht man die systematische Entfremdung eines Elternteils. In der Folge verliert das Kind also einen Elternteil. Dieses ist für das Kind sehr schädigend, weil das Kind dadurch seine Identität „verliert“. Zu einer Eltern-Kind-Entfremdung kommt es, wenn sich die ablehnende Haltung des versorgenden Elternteils gegenüber dem anderen Elternteil sich auf das Kind überträgt.

Kind übernimmt negative Haltung gegenüber dem anderen Elternteil

Im Wesentlichen ist diese Haltung des Kindes auf 2 Faktoren zurückzuführen:

1.) Das Kind hat Angst, den noch verbliebenen Elternteil auch noch zu verlieren und bindet sich daher noch stärker an den verbliebenen Elternteil.

2.) Das Kind versucht den Elternteil, bei dem es lebt zu gefallen (oder einer Bestrafung/Aufmerksamkeitsentzug) zu entgehen und gibt die Haltung des ablehnenden Elternteils als seine eigene Haltung aus. Das Kind merkt, das es mit dieser „adoptierten Haltung“ seinem betreuenden Elternteil gefällt und dementsprechend wiederholt es dieses Verhalten.



Warum Eltern-Kind-Entfremdung immer wieder geleugnet wird

wenn Mütter den Umgang boykottieren

Eltern-Kind-Entfremdung wird von einzelnen Experten nach wie vor geleugnet. Als Ausrede hört man dann Sätze wie, das es keine Beeinflussung des Kindes gegeben hat. Das wäre aber fatal, denn Eltern müssen(!!!) ihre Kinder beeinflussen. Das nennt man dann auch Erziehung. Ein Elternteil, der sein Kind nicht beeinflusst, erzieht dementsprechend sein Kind auch nicht. Und ein Elternteil, der sein Kind nicht erzieht, der verweigert die Erziehung. Und wer die Erziehung verweigert, der ist erziehungsungeeignet.

Eltern-Kind-Entfremdung: Abgrenzung zu gerechtfertigter Ablehnung

Achtung: Eine Eltern-Kind-Entfremdung liegt nicht vor, wenn sich die ablehnende Haltung des Kindes auf nachvollziehbare Gründe zurückführen lässt. (Der umgangsberechtigte Elternteil hat keine Zeit, kifft die ganze Zeit, schlägt das Kind usw. usw.)

Eltern-Kind-Entfremdung schadet dem Wohl des Kindes

Bei der Eltern-Kind-Entfremdung lehnt das Kind einen Elternteil und damit einen Teil seiner eigenen Identität ab. Laienhaft ausgedrückt besteht ein Kind zu jeweils 50% aus den Genen von Mama und Papa. Das Kind verkörpert also die (guten und weniger guten) Eigenschaften der beiden Eltern. Lehnt das Kind nun die Hälfte dieser Identität ab, ist leicht nachvollziehbar, dass das beim Kind schwerwiegende psychische Folgen haben kann, weil das Kind seine eigene Identität ablehnt. Das Kind steckt also in einer Identitätskrise.

Eltern-Kind-Entfremdung als Kindesmisshandlung anerkannt

Die Eltern-Kind-Entfremdung wurde von führenden Medizinern daher bereits als schwerwiegende Kindesmisshandlung anerkannt und wird z.b. im Ärzteleitfaden des bayrischen Gesundheitsministeriums als „Sonderform der Kindesmisshandlung“ aufgeführt.

Den Ärzteleitfaden können Sie HIER kostenlos herunterladen.