10 UF 126/1 OLG Celle: Fehlende Kooperation der Mutter führt zu Sorgerechtsübertragung auf den Vater

10 UF 126/1 OLG Celle 02.01.2018

Hochkonflikthafte Kommunikation der Eltern schließt gemeinsames Sorgerecht aus

Die Eltern zweier Kinder arbeiten beide zunächst in Vollzeit. Mit der Geburt der Kinder reduziert der Vater seine Arbeitszeit. Auch nimmt der Vater eine längere Elternzeit, um sich mit der Mutter gemeinsam um die Betreuung der Kinder zu kümmern. Die Ehe scheitert und der Vater zieht aus dem Wohnhaus der Familie aus.

Weiterlesen „10 UF 126/1 OLG Celle: Fehlende Kooperation der Mutter führt zu Sorgerechtsübertragung auf den Vater“

2 UF 57/18 OLG BS: Verfahrensbeistand keine Ablehnung wegen Befangenheit

2 UF 57/18 OLG Braunschweig 27.08.2018

Keine Aufhebung der Verfahrensbeistandschaft wegen Besorgnis der Befangenheit

Bild Gerechtigkeit Justicia
Bild Gerechtigkeit Justicia

Der Verfahrensbeistand hat bei seiner Arbeit einen Ermessensspielraum. Es steht ihm frei zu entscheiden, auf welchem Weg er den Kontakt zum Kind aufnimmt. Weiterlesen „2 UF 57/18 OLG BS: Verfahrensbeistand keine Ablehnung wegen Befangenheit“

08.03.2021 6 UF 3/21 OLG Frankfurt: Impffähigkeit benötigt kein medizinisches Gutachten

08.03.2021 6 UF 3/21 OLG Frankfurt

Dem Elternteil mit dem besseren Konzept wird die Entscheidung bzgl. Schutzimpfungen übertragen

Wird im Rahmen eines Sorgerechtsverfahren die Frage nach der Entscheidungsbefugnis über eine Schutzimpfung aufgeworfen, so ist hierfür in der Regel kein medizinisches Gutachten nötig. Es gelten die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut.

Weiterlesen „08.03.2021 6 UF 3/21 OLG Frankfurt: Impffähigkeit benötigt kein medizinisches Gutachten“

2 WF 163/16 OLG Frankfurt: Prozesskostenhilfe auch ohne Einschaltung des Jugendamtes

2 WF 163/16 OLG Frankfurt 27.03.2017

Fehlender Vermittlungsversuch durch das Jugendamt ist keine Mutwilligkeit

Voraussetzung für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe ist fehlende Mutwilligkeit. Wenn der Antragsteller das Jugendamt nicht einschaltet, ist dies nicht fehlender Mutwilligkeit gleichzusetzen.

 

Weiterlesen „2 WF 163/16 OLG Frankfurt: Prozesskostenhilfe auch ohne Einschaltung des Jugendamtes“

2 UF 139/20 OLG Zweibrücken Jugendamt ist nicht Voraussetzung für Umgangsverfahren

2 UF 139/20 OLG Zweibrücken 12.11.2020

Ein Vermittlungsversuch durch das Jugendamt ist nicht Voraussetzung für ein Umgangsverfahren

Miteiander reden (Symbolfoto)
Miteiander reden (Symbolfoto)

Das Familiengericht hat einen Umgangsantrag des Vaters zurückgewiesen. Das Familiengericht begründete dies damit, dass es zuvor keinen Vermittlungsversuch mit Hilfe des Jugendamtes gegeben habe. Gegen diese Zurückweisung hat der Vater Beschwerde beim OLG Zweibrücken eingelegt. Das OLG Zweibrücken stellte fest, dass die Beschwerde zulässig ist und hat das Verfahren an das Familiengericht zurückgegeben. Das OLG stellte klar, dass der Anspruch auf gerichtliche Klärung eines Umgangsverfahrens auch ohne die Einschaltung des Jugendamtes im Vorfeld besteht. Das Familiengericht hat nach § 26 FamFG die Pflicht zur Amtsermittlung. Weiterlesen „2 UF 139/20 OLG Zweibrücken Jugendamt ist nicht Voraussetzung für Umgangsverfahren“

20 WF 209/15 Auch ohne das Jugendamt Verfahrenskostenhilfe möglich

20 WF 209/15 OLG Karlsruhe 07.01.2016

Klärung des Umgangs direkt beim Familiengericht möglich.

Die nicht verheirateten Eltern eines 5-jährigen Kindes haben das gemeinsame Sorgerecht. Das Kind lebt bei der Mutter. Der Umgang fand ohne eine Umgangsregelung regelmäßig statt. Der Vater und die Mutter sprachen sich dafür jeweils ab. Eine Beratung durch das Jugendamt hat nicht stattgefunden. Weiterlesen „20 WF 209/15 Auch ohne das Jugendamt Verfahrenskostenhilfe möglich“

7 Schlittenhunde rechtfertigen keinen Umgangsausschluss

27.10.2020 OLG Frankfurt 1 UF 170/20

7 beaufsichtigte Hunde verhindern den Kindesumgang nicht

Ein Vater der mit 7 Hunden zusammen lebt, muss diese beaufsichtigen. Die Hunde dürfen jedoch grundsätzlich bleiben.

Schlittenhunde müssen beim Umgang mit 2-Jähriger beaufsichtigt werden

Ein nicht verheiratetes Paar hat eine Tochter. Das Paar trennt sich kurz nach der Geburt des Kindes. Der Vater begehrt beim Familiengericht eine Umgangsregelung, da die Mutter den Umgang bislang verweigerte. Der Vater lebt mit einer neuen Lebensgefährtin zusammen und er betreibt Schlittenhundesport. Zur Ausübung dieses Sportes hält der Vater insgesamt 7 Hunde. Weiterlesen „7 Schlittenhunde rechtfertigen keinen Umgangsausschluss“

10 WF 622/20 OLG Nürnberg: Corona macht keine Umgangsneuregelung erforderlich

10 WF 622/20 OLG Nürnberg 15.09.2020

OLG Nürnberg bestätigt Umgangsregelung auch während der Corona-Pandemie

Weder die Corona-Pandemie, noch eine Schwangerschaft der Mutter machen es nötig, dass eine vom Familiengericht gebilligte Umgangsregelung abgeändert wird. Weiterlesen „10 WF 622/20 OLG Nürnberg: Corona macht keine Umgangsneuregelung erforderlich“

1 UF 51/20 Umgang des nichtsorgeberechtigten Elternteils in der Corona-Pandemie

20.05.2020 1 UF 51/20 OLG Braunschweig

Umgang auch in der Corona-Pandemie notwendig für das Kind

Fragen und Antworten zur Corona-Krise
Fragen und Antworten zur Corona-Krise

Weder allgemein drohende Gefahren im Haus des Vaters, noch die Corona-Pandemie begründen ein Aussetzen des Umgangs. Das Fehlen einer längeren Phase beim Kindsvater läuft dem Kindeswohl zuwider. Weiterlesen „1 UF 51/20 Umgang des nichtsorgeberechtigten Elternteils in der Corona-Pandemie“

1 WF 102/20 keine einseitige Änderung eines Umgangstitels wegen Corona-Pandemie

22. Mai 2020, 1 WF 102/20 OLG Frankfurt am Main

Zwangsgeld bei einseitiger Änderung des Umgangstitels

Geldscheine von 5€ bis 500€
Geldscheine von 5€ bis 500€

Hinweise auf Risikogruppen im Haus reichen nicht aus, um während der Corona-Pandemie einen Umgangstitel einseitig abzuändern. Wird der Umgang verweigert kann dies mit einem Zwangsgeld geahndet werden. Weiterlesen „1 WF 102/20 keine einseitige Änderung eines Umgangstitels wegen Corona-Pandemie“