OLG Dresden 21 UF 304/21 Wechselmodell bei gestörter Kommunikation

14.04.2022 21 UF 304/21 OLG Dresden

Auch bei gestörter Elternkommunikation ist Wechselmodell möglich

Wird ein Wechselmodell über einen längeren Zeitraum gelebt, dann kann es auch gegen den Willen eines Elternteils gerichtlich angeordnet werden. Das gilt auch bei einer gestörten Kommunikation der beiden Eltern.

 

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KG Berlin 13 WF 39/17 Ausstattung des Kindes für den Umgang

07.03.2017  13 WF 39/17  Kammergericht Berlin

Wirtschaftliche Verhältnisse haben keinen Einfluss auf die Rechte und Pflichten das Kind für den Umgang auszustatten

Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, ist verpflichtet das Kind mit saisonal angepasster Kleidung auszustatten, wenn es beim umgangsberechtigten Elternteil ist. Weder wirtschaftliche Verhältnisse noch vorhanden Elternkonflikte sind ein Hinreichender Grund dieser Pflicht nicht nachzukommen. Weiterlesen „KG Berlin 13 WF 39/17 Ausstattung des Kindes für den Umgang“

10 UF 88/16 OLG Brandenburg: wegen häufiger Umzüge der Mutter erhält Vater Sorgerecht

10 UF 88/16 OLG Brandenburg  19.3.2018

Ohne festen Wohnsitz kein Sorgerecht für die Mutter.

Kind mit Koffer auf Reisen

Wegen eines Umzuges der Mutter mit dem Kind ins Ausland, wurde ihr das Sorgerecht entzogen und zunächst auf das Jugendamt übertragen. Als die Mutter zurückkam, nahm das Jugendamt dann das Kind aus dem mütterlichen Haushalt und brachte dieses dann zunächst fremd unter. Beide Eltern beantragten dann das Sorgerecht für das Kind. Weiterlesen „10 UF 88/16 OLG Brandenburg: wegen häufiger Umzüge der Mutter erhält Vater Sorgerecht“

10 UF 126/17 Ablehende Haltung der Mutter führt zu Sorgerechtsübertragung auf den Vater

10 UF 126/17 OLG Celle 02.01.2018

Hochkonflikthafte Kommunikation der Eltern schließt gemeinsames Sorgerecht aus

Die Eltern zweier Kinder arbeiten beide zunächst in Vollzeit. Mit der Geburt der Kinder reduziert der Vater seine Arbeitszeit. Auch nimmt der Vater eine längere Elternzeit, um sich mit der Mutter gemeinsam um die Betreuung der Kinder zu kümmern. Die Ehe scheitert und der Vater zieht aus dem Wohnhaus der Familie aus.

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2 UF 57/18 OLG BS: Verfahrensbeistand keine Ablehnung wegen Befangenheit

2 UF 57/18 OLG Braunschweig 27.08.2018

Keine Aufhebung der Verfahrensbeistandschaft wegen Besorgnis der Befangenheit

Bild Gerechtigkeit Justicia
Bild Gerechtigkeit Justicia

Der Verfahrensbeistand hat bei seiner Arbeit einen Ermessensspielraum. Es steht ihm frei zu entscheiden, auf welchem Weg er den Kontakt zum Kind aufnimmt. Weiterlesen „2 UF 57/18 OLG BS: Verfahrensbeistand keine Ablehnung wegen Befangenheit“

08.03.2021 6 UF 3/21 OLG Frankfurt: Impffähigkeit benötigt kein medizinisches Gutachten

08.03.2021 6 UF 3/21 OLG Frankfurt

Dem Elternteil mit dem besseren Konzept wird die Entscheidung bzgl. Schutzimpfungen übertragen

Wird im Rahmen eines Sorgerechtsverfahren die Frage nach der Entscheidungsbefugnis über eine Schutzimpfung aufgeworfen, so ist hierfür in der Regel kein medizinisches Gutachten nötig. Es gelten die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut.

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2 WF 163/16 OLG Frankfurt: Prozesskostenhilfe auch ohne Einschaltung des Jugendamtes

2 WF 163/16 OLG Frankfurt 27.03.2017

Fehlender Vermittlungsversuch durch das Jugendamt ist keine Mutwilligkeit

Voraussetzung für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe ist fehlende Mutwilligkeit. Wenn der Antragsteller das Jugendamt nicht einschaltet, ist dies nicht fehlender Mutwilligkeit gleichzusetzen.

 

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2 UF 139/20 OLG Zweibrücken Jugendamt ist nicht Voraussetzung für Umgangsverfahren

2 UF 139/20 OLG Zweibrücken 12.11.2020

Ein Vermittlungsversuch durch das Jugendamt ist nicht Voraussetzung für ein Umgangsverfahren

Miteiander reden (Symbolfoto)
Miteiander reden (Symbolfoto)

Das Familiengericht hat einen Umgangsantrag des Vaters zurückgewiesen. Das Familiengericht begründete dies damit, dass es zuvor keinen Vermittlungsversuch mit Hilfe des Jugendamtes gegeben habe. Gegen diese Zurückweisung hat der Vater Beschwerde beim OLG Zweibrücken eingelegt. Das OLG Zweibrücken stellte fest, dass die Beschwerde zulässig ist und hat das Verfahren an das Familiengericht zurückgegeben. Das OLG stellte klar, dass der Anspruch auf gerichtliche Klärung eines Umgangsverfahrens auch ohne die Einschaltung des Jugendamtes im Vorfeld besteht. Das Familiengericht hat nach § 26 FamFG die Pflicht zur Amtsermittlung. Weiterlesen „2 UF 139/20 OLG Zweibrücken Jugendamt ist nicht Voraussetzung für Umgangsverfahren“

20 WF 209/15 Auch ohne das Jugendamt Verfahrenskostenhilfe möglich

20 WF 209/15 OLG Karlsruhe 07.01.2016

Klärung des Umgangs direkt beim Familiengericht möglich.

Die nicht verheirateten Eltern eines 5-jährigen Kindes haben das gemeinsame Sorgerecht. Das Kind lebt bei der Mutter. Der Umgang fand ohne eine Umgangsregelung regelmäßig statt. Der Vater und die Mutter sprachen sich dafür jeweils ab. Eine Beratung durch das Jugendamt hat nicht stattgefunden. Weiterlesen „20 WF 209/15 Auch ohne das Jugendamt Verfahrenskostenhilfe möglich“