Als Trennungsvater alles richtig gemacht?

hallo mein Name ist Thomas Knack. Meine Tochter ist nun sieben Jahre alt und lebt 500km entfernt bei Ihrer Mama.

Vater und Sohn
Vater und Sohn

Im Jahr 2013 bekam meine schwangere Verlobte im ersten Monat ihrer Schwangerschaft ein neues Jobangebot in einem anderen Ort und verliebte sich dort umgehend. Auch Neu.
Bei all diesem Überschwall an Neuem hielt sie es dann gleich für besser mit all in Ihrem Alten (wohl bemerkt nicht unglücklichen) Leben abzuschliessen und trennte sich von mir. Damit ich nun nicht auf die blöde Idee käme nochmal anzurufen, liess sie mir mitteilen, dass das Kind nicht von mir sei.
Volle Breitseite also.
Was folgte war das, was dann wohl jedes geschasste Elternteil erlebt.
Der Körper spielt total verrückt. Man geht wach ins Bett und steht müde auf, mit etlichen Steinen auf der Brust. Das muss irgendeine Art an Depressionen sein. Ich konnte keinem Gespräch mehr folgen, lebte auf eine seltsame Art im Dämmerzustand.
Freunde können nicht helfen, außer diesem Tölpel einfach zuzuhören. Ich bin regelmäßig bei den Parties in einem Stuhl weg gepennt. Die vertraute Menge um mich herum, das taube dröhnen von Stimmen und Musik gaben mit das Gefühl, nicht allein und sicher zu sein.
Von den zuständigen amtlichen Institutionen kam der Übliche Mist.
Jugendamt. “Ja also vor der Geburt können sie da gar nichts machen und dann dauert es mindestens ein Jahr bis sich die Sachen geklärt haben. Also erstmal nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen.”
Auf wen bitte? Ich wollte auf gar niemanden schiessen. Ein Anruf bei einem Anwalt verlief ähnlich grausam, der da meinte, man könnte schon in den Bauch pieksen und die Vaterschaft klären. Also sitzt man den Mist aus. Hauptsache nicht durch drehen! Nicht einfach ungefragt über Ihren Zaun springen und versuchen, die Sache wie ein Held zu klären. So etwas funktioniert nur im Film und nur halbwegs dramatische Versuche (zb. mit Blumen im Park) bekam ich mit einer Unterlassungsklage quittiert. Für all diejenigen, die da denken, ich hätte nicht um meine Verlobte und meine Familie gekämpft.
Wie mans macht, so macht man es falsch.
Die Geburt verlief ebenfalls filmreif. Ich erfuhr davon durch einen großen Zufall. Online. Auf der Strasse bin ich in strömendem Regen nächtens auf die Knie gesackt und habe auf den Asphalt eingedroschen. Ich wollte einfach dort einen Spalt hinein schlagen, ihn an beiden Händen greifen und diese ganze scheiss Welt auseinander reissen.
Was nun folgte, war der übliche rechtliche Leidensweg, dem jedermann in seiner eigenen Version ausgesetzt ist, in einem schon modernisierten und dennoch (gefühlt) mittelalterlichen Familien-Rechtssystem. Und dann auch noch unverheiratet. Mit verlaub, eine Tonne voll Scheisse ist das.
Und dann ist man auch noch der Rüpel wenn man einen Anwalt kontaktiert.
Aber mal unter uns. Anwälte sind auch Mist. Die meisten zumindest. Kriegstreiber würde ich sagen. Also nahm ich mir eine ruhige, verständige AnwältIN. Frauen unter Frauen dachte ich.
… an dieser Stelle wusste ich, dass es nicht so weiter gehen konnte. Das hält keiner aus. Nicht auf die Dauer.
Schluss mit dem Warten, der Opferrolle (was mir bis heute nicht ganz gelungen ist), diesem Kampf gegen Geister. Man muss wieder zum Protagonisten seines Lebens werden.
Bisher hielt ich mich mit einem Leben als Soldat über Wasser. Gleiche Zeitstrukturen, Tage gegliedert, geplant … einen Meter nach dem anderen “eingenommen”.

Als Freiberufler hatte ich den Luxus, schnell viel zu verändern. Man muss bei sich selbst anfangen. Den Zustand anerkennen. So ist das Leben nunmal gerade. Und darin sein neues Glück finden. Und vor allem los lassen. Immer wieder los lassen. Das tut immer wieder weh und ist total behämmert. Aber ansonsten verrennt man sich im Krieg und folgt den Befehlen von Anwälten, denn man ist ja Soldat.

Glücklich sein
Glücklich sein

Was macht mich glücklich? Gutes Wetter, Freiheit. Bin nicht allein damit denke ich … also einen Job angenommen mit neuen Herausforderungen, neuer Umgebung, neuen Leuten, anderer Sprache. An eine (neue) Frau war nicht zu denken. Ich liebte sie noch. Ich Rind! Aber so war ich in den Bergen, im Meer, las Bücher, die ich immer schonmal lesen wollte, lernte Ukulele spielen, besuchte Unmengen an Museen, Theater, Musicals, wanderte hunderte Kilometer durchs Nowhere mit der melancholischsten Musik, die ich fand und hatte Gedanken über Gedanken. Ich war aber auch endlich bei mir selbst angekommen und dem Fokus auf das Kind. Scheiss auf alles drum herum. Wir Beide. Mehr nicht.
Ich drücke nun auf den Zeitrafferknopf. Auch hier muss ich nicht erwähnen, dass sich alles weit weit hinaus zögert. Fristen für Antworten, Termine finden, Termine absagen, wieder schreiben, finden, absagen, schreiben, finden absagen, dann mal drohen und weiter gehts.
Nach einem halben Jahr konnte dann gerichtlich fest gestellt werden, dass ich der Papa bin. Meine Anwältin gratuliert mir als erste zur Vaterschaft. Und als einzige. Ich erzählte es niemandem.
Wozu Glückwünsche? Mein Kind hatte ich deswegen noch lange nicht.
Auf der Liste standen noch Punkte wie Umgangsrecht klären, Umgang klären, Sorgerecht klären. Eine Bindung aufbauen!! Ein noch langer und teurer Weg. Auch nichts Neues. Aber hey … wer wird denn gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen?
Also kam ich zurück. Die Mama gestand mir eine Besuchszeit von einer Stunde alle zwei Wochen zu. Ein Witz dachte ich. Hatte ich doch gelesen, dass gerade die erste Zeit häufige Besuche für die Bindung wichtig sind. Davon waren nun ja eh schon sechs Monate verstorben. Die Zeit rinn mir durch die Glieder.
Zudem kamen wir Beide gar nicht klar. Von selbst kam sie nicht auf die Idee, mir das Kind mal in den Arm zu geben. Ich durfte nichtmal den Kinderwagen schieben. Die Kleine saß im Arm der Mama und starrte über den Zaun auf das Gehege von Zebras und ich stand einen Meter dahinter und starrte, ebenfalls über den imaginären Zaun auf die Kleine.
Von selbst habe ich mir die Kleine auch nicht geschnappt. Sie hätte sicher geweint und dann würde es heissen, ich achte nicht auf das Kindeswohl. Ich blieb meiner Linie treu, mir keine Fehler zu leisten und niemanden zu erregen. Naja. Soweit das möglich ist. Am Ende findet man wenn man sucht. Logisch. Bei mir war es der unstetige Job. Heute hier und morgen da. Ein richtig fetter Stein im Weg. Auch vor den deutschen Ämtern, die sich mit Ihren Regelarbeitszeiten auch nichts anderes vorstellen können, oder konnten.
Und so passierte erstmal gar nichts.
Natürlich versuchte ich wiederum mehrere Hebel. Erwähnt sei hierbei auch nochmal das Jugendamt. Mag man es glauben? Sie standen auf meiner Seite. Unerhört, was sich da diese Frau erlaubt. Nicht wahr? Das wurde der Mama auch im Gespräch mit geteilt. Diese verliess weinend den Raum und lief direkt zum Anwalt. Das Jugendamt blieb Achselzuckend zurück.
Und jetzt?
Lektion Nummer 2! Sich auf eine Seite schlagen bringt gar nichts. Allein das es zwei Seiten gibt ist schon ein Fehler im Denken! Es gibt nur ein Zusammen. Ansonsten bekommt man im Guten gar nichts geregelt.
Resultat. Kontaktsperre. Gerichtstermin Nummer 2. Umgangsrecht. Mittlerweile war über ein Jahr vergangen.
Im Termin musste so gut wie kein Wort sagen. Was soll man da auch sagen? “Sie hat doch … nein Er hat doch … Nein Sie! Nein Er!” Alles Ringelpieps ehrlich gesagt. Ich wollte doch nur zu meinem Kind.
Ergebnis. Betreuter Umgang.
Und auch hier. Inkl. Gerichtstermin, Umgangspflege finden, Termin finden, verging wieder ein halbes Jahr.
Ich nutzte die Zeit für mein Neues Projekt.
Der Mutterversteher. Ich hatte mal gelesen, wer nicht versteht, kann auch nicht verzeihen.
Also ging ich zur Caritas, Psychologen und sogar zu Sitzungen des Mutterschutzbundes.

Ich habe Recht! Ich auch!
Ich habe Recht! Ich auch!

Da saß ich nun. Mitten in den Reihen des Feindes. Wollte mir die andere Seite anhören. Doch was soll ich sagen … Man kann so tief klettern wie man es auch nur vermag. Am Ende trifft man ja doch nur die Guten. Natürlich hat jede Seite seinen Blick auf die Dinge. Seine Wahrheit. Jede Mutter dort hatte Angst um das Wohl Ihres Kindes. Und dann waren da die Väter … entweder desinteressiert, zahlungsunwillig, gewalttätig, süchtig usw. usw. Na klar. Alles verständlich. Frau hatte sogar Verständnis für meine Situation. Was für eine schlimme Mutter tat denn so etwas?! Wie absurd. Da verstehe man, was man will. Wolken interpretieren ist das, aber am Ende wieder eine gute Idee, um am Ball zu bleiben, ohne durch zu drehen.
Es folgte der erste Termin bei der Umgangspflege mit einem Horror-Opening.
Umganspflege sitzt mit Zettel und Stift links, die Mama mit scharfem Blicke rechts. In der Mitte auf dem Boden … Ich, die Kleine und zehn Bälle. Und nun spielen sie mal bitte. Jetzt. Los gehts. Oh je. Ich hatte unser Kind bisher noch nichtmal berührt. Und dann macht man den Heitideiti vor diesem Publikum. Ich konnte kaum atmen. Hätte nicht irgendwo wenigstens Musik spielen können??
Und dennoch. Die Frau war gut. Am Ende hatte ich das kleine Ding nach eineinhalb Jahren das erste mal im Arm. Friedlich. Und wir haben gespielt, während sie sich mit der Mama unterhalten hat. Und so ging es vorwärts … endlich. Vierzehntägig. Erst nur eine Stunde, manchmal sogar nur 20min. Für 1000km (und mehr) wenig Zeit. Aber egal … beim zweiten Termin durfte ich die Kleine am Ende sogar wickeln. Dann wurden es zwei Stunden, drei.
Am Ende immer ein Gespräch mit mir. Diese wurden auch mal länger wenn es zb. Urlaubsbedingt im Sommer vier Wochen Auszeit gab. Da war sie wieder, die Opferrolle. Vier Wochen ohne Kontakt und die Sonne brannte so ekelhaft heiss. Ich hatte nichtmal annähernd eine Bindung.
Dennoch. Es ging irgendwie vorwärts. Allein hätten wir es nicht geschafft. Durch die Mediation gab es Regeln und ein Ventil für uns Beide. Jeder fühlte sich verstanden. (Ich mehr, die Mama etwas weniger)
Nach einem Jahr hatte ich meinen Papaführerschein und wir wurden aus der Umgangspflege entlassen.
Jetzt konnte ich die Kleine endlich allein abholen und hatte meine eigenen drei Stunden alle zwei Wochen. Es war unglaublich. Wir kamen so gut zurecht. Man muss einen halt nur machen lassen, dann wird das schon.
Naja fast. Man möchte weiter. Aus “alle zwei Wochen” sollte auch mal wöchentlich werden. Ich war so frech, eine neue Umgangsvereinbarung zu erfragen / aufzuschreiben. Ohne Pflege, kein Rückhalt.
Ende vom Lied. Umgangsboykott, halbes Jahr warten, Gerichtstermin Nummer drei. Es ist mittlerweile 2016.
Der Termin wieder ein Spaziergang. Ich bekomme wöchentlich sechs Stunden. Ich hätte gerne mehr. Auch mal eine Übernachtung. Aber ich kann die Regelmäßigkeit aufgrund meines Jobs und der Entfernung nicht garantieren. Naja. Irgendwas ist halt immer.
Haken dran! … Jetzt fehlte nur noch das Sorgerecht. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich uns das auch noch antun sollte.
Aber hey. Wer weiss. Wenn es so wichtig ist, dass man es erstreiten kann, dann muss es doch schon irgendwie so wichtig sein, es auch zu besitzen. Zauberwort: Aufenthaltsbestimmungsrecht. Das Ende der Freiheit. Auweia.
Nun war es auch an der Zeit, sich dort eine Wohnung zu besorgen, was nicht ganz ohne finanziellen Kopfweh abgeht.
Trotz, oder aufgrund der üblichen Argumentation der Gegenseite (wieder dieses blöde Wort), denn wie soll man gemeinsam die Sorge tragen, wenn man nicht einmal miteinander redet(?), auch dieses mal eine für mich wortlose Entscheidung. Ich musste nur einmal nicken als es darum ging, eine Vollmacht in medizinischen Belangen auszusprechen. Durchaus sinnig wenn man so weit weg lebt.
Am Ende und den Erfahrungen der letzten Jahre rate ich jedem, der es wirklich ernst mit der Kindeserziehung meint, unbedingt auch das geteilte Sorgerecht zu besiegeln!
Ende 2016 war nun endlich alles formale geklärt und es kam etwas Ruhe in die Kiste.
So gruften wir uns ein und ich konnte endlich mal ein bisschen atmen. Insofern man das so nennen kann, denn ich jagte ja unaufhörlich meiner Bindung hinter her. Also sagen wir, ich konnte mich endlich mal auf das Wesentliche konzentrieren. Die Beziehung zu meinem / unserem Kind.
… und jetzt kommts!
Irgendwie muss das die Mama ähnlich gesehen haben. Nach der erteilten geteilten Sorgerechtsentscheidung gab es ja auch keinen Grund mehr für diesen Affront.
Sie lud mich jedenfalls zum Geburtstag der Kleinen ein.
Krass!! Ja Unglaublich. Echt jetzt? Mich?
Ich tu der Mama jetzt unrecht, wenn ich diesen Teil nun so drastisch verkürze, aber es geht ja auch darum, wie man selbst mit der Situation klar gekommen ist.
Über die folgenden drei Jahre hat sich daraufhin unser Verhältnis stetig verbessert.
Ich konnte zudem endlich mein Leben weiter leben. bzw. hatte wieder eines.
Es gab reichlich Rückfälle, vor allem in den ersten zwei Jahren. Aber dann hält man mal zwei Tage die Klappe und setzt dann wieder an. Das (un)geliebte Hinfallen / Aufstehen Ding.

Mittlerweile haben wir begonnen, sogar etwas aufzuarbeiten.
Sie hatte sich verrannt. In diese verdammte Lüge. Sie konnte irgendwie nicht mehr zurück. Und dann die Angst das Kind zu verlieren. An mich. Dann Gericht, Streit, ständig dieser Druck und diese Angriffe.
Tja. Und vieles mehr. Man kann sagen das sie es bereut. Vor allem wegen dem Kind.
Man kann es nicht leugnen. Beide Eltern sind wichtig. Wie dämlich, dass zu verhindern!
Am Ende dankt sie mir, dass ich nicht aufgegeben habe und sagt mir, dass ich der beste Vater bin, den die Kleine haben könnte. Ich derweil danke meiner Contenance, mich durch diese Mitte geführt zu haben. Immer bei der Sache geblieben, ohne sie persönlich anzugreifen. Ist wohl wie mit den Bären. Treib sie nicht mit dem Rücken an die Wand. Wenn es keinen Fluchtweg mehr gibt, dann müssen sie Dich angreifen. Am Ende war da vlt doch noch genug Luft. Ist meine Theorie jetzt mal. Keine Ahnung. Vielleicht auch Bullshit.
Jedenfalls haben wir es geschafft, den Umgang flexibel zu gestalten. —-> gute Kommunikation unerläßlich! Wir gehen sogar freiwillig zusammen zu (unserer alten) Umgangspflege wenn wir mal nicht weiter kommen und uns der kleine Fatzke vor scheinbar zu hohe Mauern stellt.
Ich sehe die Kleine jede Woche an zwei Tagen. —-> das ist auch aufwendig und teuer! Zweite Wohnung, die Reisen, Zweitauto vor Ort, doppeltes Leben. Halleluja. Man muss es wollen. Die Steuer hilft einem da nicht viel! Wie gemein, nicht wahr?
Ich habe zweimal einen kleinen Urlaub im Jahr. Im Sommer und zum Jahreswechsel / Weihnachten —-> die direkten Feiertage sind mir nicht sehr wichtig. Hauptsache die Zeit mit ihr irgendwann in diesem Rahmen. Dann wird man eben kreativ und der Osterhase hat im Wald noch Eier verloren, die man noch eine Woche später finden kann.
Geduld. —-> Ich habe in meinem Tagebuch eine Kategorie von sog VIDs eingeführt. “Very important Days” Ergo. Highlights im Laufe unserer Vater-Kind Beziehung. Die Liste beflügelt, aber schmerzt auch.
Mangelware: erst einmal kam die Kleine, sah mir in die Augen und sagte “Papa, ich habe Dich sehr lieb” in sieben Jahren. Fuhh.
Küsschen. Von sich aus. Kann man an einer Hand abzählen. Meist dann versteckt, zb. am Hals wenn ich sie trage und ihr war gerade so.
Man muss das erkennen und anerkennen. Erzwingen geht nicht. Mich durstet es nach kuscheln irgendwie nach klaren Beweise der Liebe und Wasser in diesen so arg vertrockneten Schwamm. Aber ruhig Blut. Kollateralschaden. Immer dran bleiben!! “Mama ist zum kuscheln da, Papa zum toben.”
Fazit:

Vater und Sohn
Vater und Sohn

1.) Unser Rechtssystem hat sich entwickelt. Und auch das Verständnis für eine moderne Vaterrolle. Immerhin habe ich nicht vor Gericht gekämpft, sondern eher um das Gericht herum.
Man steht dann ziemlich alleine da.
Dennoch ist der RechtsText dahinter einfach nur marode. Warum musste ich überhaupt um all meine Rechte ringen und habe dabei so viel Geld und Zeit verloren? Idiotisch!!
Schlechte, parteiische (auch für die Eigene) Unterstützung / Pflege abwählen. Alles was den Konflikt beflügelt.
2.) Ohne den anderen Elternteil geht gar nichts.
Zwei Seiten ist das falsche Denken! Wenn einer beeinflussen möchte tut er das. Auch unabsichtlich natürlich. Und dann kann der Andere strampeln was er will, bringt nichts.
Dazu gehört eine Menge Demut. Böses Wort! Viel Glück.
3.) Eigenes Leben, sein Ich gerade rücken. Irgendwie glücklich sein. Schwierig, yep. Vlt auch unmöglich. Aber selbst der Versuch bringt Dich Dir selbst näher und überbrückt sinnvoll quälende Zeiten.
4.) professionelle Mediation! Anwälte nur, damit man Rechtsfehler vermeidet, keine Fristen verpasst usw. Eine Richtschnur.
Habe ich jetzt alles richtig gemacht? Ist jetzt alles gut? Keine Ahnung.
Meine Technik war die der Samthandschuhe, was man ertragen können muss. Ich bin aber auch kein lauter Typ. Schreien und streiten für mich ein Gefühl der Affen wenn mal die Bananen knapp werden. Dennoch würde ich wohl mit etwas mehr Druck an die Sache gehen. Ich hätte mir das halbe Jahr Gehversuche ohne Mediation sparen können. Am Ende war es ein Jahr, was ich vlt verloren habe. Aber wer weiss das vorher? Und wie stabil das jetzt alles läuft weiss man eh erst wenn man es nicht mehr wissen muss.
Am Ende hat mein Baby seinen Papa, ein zweites zu Hause, die Gewissheit seiner Abstammung und im Notfall auch mal eine Niere, für die, die es pragmatisch sehen wollen. Also lohnenswert in jeglicher Hinsicht, selbst mit eventueller Verzögerung. Also dran bleiben!!!
Ich habe diesen Text auf meinen 500km zu ihr getippt. Im Zug.
Habe sie seit zwei Wochen wg Urlaub nicht gesehen und bin auch wieder nervös. Wir fangen auch heute wieder etwas von vorne an.

Die Kleine meinte neulich, ich wäre “wie eine Kerze, die man jedes mal neu kauft und nicht weiss, ob sie ja überhaupt brennt.”
Ja. Ich brenne. Jedes mal. Für sie! Und ich hoffe, dass sie bald versteht und fühlt, dass ich das immer tun werde.




2 thoughts on “Als Trennungsvater alles richtig gemacht?

  1. Avatar
    dirk 22/07/2020 at 21:04

    sehr nette und gute zusammenfassung. Lesenswertes, was zu diesem thema seltener findet.
    gruss aus essen … d.graf

  2. Avatar
    Eva Martin 22/07/2020 at 17:53

    So kann es laufen, wenn man es mit einer gemäßigten TrennungpsychopathIn zu tun hat.

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