Untersuchung der Hypothese, dass Kinderlose mehr Steuern bezahlen als Familien

Woher kommt die Hypothese, dass Familien weniger Steuern zahlen als Kinderlose?

Väter und Mütter für Kinder
Familie

Familien zahlen deutlich weniger Steuern als Kinderlose. Die Kinderlosen finanzieren den Familien die Schulen und die Universitäten, da haben die Familien was davon!“

Das ist eine Behauptung, die mich immer ärgert, denn der Deutsche Familienbund sagt, dass das nicht stimme.

Dem möchte ich auf den Grund gehen.

Um diese Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen, muss ich erst ein paar Einschränkungen vornehmen.

Von den vielen Steuerarten, die es gibt, werde ich mich auf die zwei umfangreichsten beschränken:

Die Einkommensteuer (auch als Lohnsteuer bekannt) mit 34,1% und die Mehrwertsteuer mit 33,9% gemessen am Gesamtsteueraufkommen. Das sind zusammen 68% des gesamten Steueraufkommens. Energiesteuer, Gewerbesteuer, Tabakasteuer, Solidaritätszuschlag, Grundsteuer, Versicherungssteuer, Körperschaftssteuer werden vernachlässigt.1

Um diese Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, gehe ich auf die Homepage der AOK2 und vergleiche:

I. Einen Familienvater mit Steuerklasse III und einen kinderlosen Verheirateten, Steuerklasse III mit einem Bruttoeinkommen von 3000,00 €. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es deutlich mehr Ehepaare, die rein theoretisch von Steuerklasse III profitieren können, als Ehepaare mit Kindern.3

  1. In einem zweiten Schritt werde ich auch das Kindergeld einbeziehen, denn dies wird verrechnet mit der Einkommensteuer.

Vorgehensweise:

  1. Ich vergleiche einen Kinderlosen, Steuerklasse III und einen Familienvater, Steuerklasse III und vergleiche die Lohnsteuer bei einem Bruttogehalt von 3000,00 €, was ziemlich durchschnittlich ist.
  2. Ich vergleiche einen alleinstehenden Kinderlosen, Steuerklasse I mit einem Alleinerziehenden mit einem Kind, Steuerklasse II und vergleiche die Lohnsteuerzahlung.
  1. Im dritten Schritt beziehe ich das Kindergeld mit ein. Hierzu vergleiche ich anhand eigener Aufzeichnungen, wie viel Mehrwertsteuer man im Schnitt für ein Kind pro Monat ausgibt und vergleiche dies mit der Kindergeldzahlungen.
  2. Gehe ich der Behauptung auf den Grund, Kinderlose würden Familien die Schulen zahlen. Hierbei beziehe ich alle Zahlungen aufgrund eigener Aufzeichnungen ein und schätze ab, wie viel Familien bei den Schulen „zubuttern“ müssen, damit der Schulbetrieb funktioniert.

Ich halte fest: Der Kinderlose zahlt 215,33 € Lohnsteuer. Jetzt gebe ich sechs Kinder ein und vergleiche die Lohnsteuer.

Hier das Ergebniss: Der Familienvater mit sechs Kindern zahlt 217,16 € Lohnsteuer! Das ist ja mehr, als der Kinderlose!

 

Erstes Zwischenergebnis: Ist ein Familienvater verheiratet, dann zahlt er mehr Lohnsteuer als der kinderlose Verheiratete!

II Vergleich: Alleinstehender Kinderloser – Alleinerziehender 3000,00 € Brutto.

Alleinstehender Kinderloser, Steuerklasse I Zahlt 452,33 € Lohnsteuer
Alleinerziehender, Steuerklasse II Zahlt 418,50 € Lohnsteuer

Zweites Zwischenergebnis: Der Alleinerziehende spart 33,83 € dafür, dass er ein Kind großzieht bei gleichem Brutto, wohlgemerkt. Hierzu noch eine Anmerkung: Der Alleinerziehende muss für die 3000,00 € brutto genau so hart arbeiten, wie der Kinderlose. Es wird keinerlei Rücksicht darauf genommen, dass er mehr Wäsche waschen muss, Hausaufgaben betreuen muss, etc. Das wird alles nicht als Arbeit angesehen.

  1. So, jetzt kommen wir zum Kindergeld und der Mehrwertsteuer.

Vorneweg: Jedesmal, wenn Eltern Kinderschuhe, Kinderrucksäcke, Kinderkleidung, Windeln, Schulmaterial etc. kaufen, zahlen sie 19% MwSt. Dann kann man pro Kind pro Woche mit mindestens einer Waschmaschine mehr rechnen. Das bedeutet mehr Wasser, mehr Strom, mehr Mehrwertsteuer. Dann brauchen Familien größere Wohnungen, was wiederum mehr Heizung und entsprechend mehr Mehrwertsteuer. Ich habe einmal zwei Monate lang alle Ausgaben, die ich direkt den Kinden zuordnen kann, einmal ausgerechnet. Es sind ca. 120 € an Mehrwertsteuern und ich bin sehr sparsam. Man kann also sagen: Das Kindergeld gleicht zum größten Teil nur das Mehr an Mehrwertsteuer aus, welche Eltern ausgeben müssen, um ihrer Pflicht, dem Kind einen angemessenen Lebensstandard zu finanzieren, nachzukommen!

Fassen wir also die Steuerersparnis bei gleichem Brutto unter Einbeziehung des Kindergelds zusammen:

Ersparnis Familienvater – Kinderloser Steuerklasse III ca. 60 € Steuerersparnis gegenüber Kinderlosem
Ersparnis Alleinerziehender (II) – Kinderloser (I) ca. 90 € Steuerersparnis gegenbüber Kinderlosem

Ich stelle gerne zur Diskussion, ob diese Beträge, die bei weitem nicht ausreichen, um die Ausgaben zu decken, die man hat, wenn man Kinder hat, ausreichen, um von deutlich weniger Steuern zu sprechen. Ich finde die Steuerersparnisse äußerst gering.

IV Der vierte Punkt betrifft die Behauptung: Kinderlose würde die Schulen und die Unis finanzieren, weil sie deutlich mehr Steuern zahlen. Wir haben aber gerade belegt, dass Familien bei gleichem Brutto nur sehr wenig Steuern sparen, dadurch dass sie Kinder haben. Also das kann es nicht sein. Und außerdem: Welcher Kinderlose zahlt regelmäßig 10 € Kopiergeld, Klassenfahrten, Hefte, Stifte, Bücher, Literatur, Schulkinowochen etc. an die Schule. Ist ein Vater Elektriker, dann darf er gleich die Elektrik neu machen. Bekommen die Lehrer mit, dass die Mutter Malergesellin ist, dann wird sie gebeten, den Klassenraum zu renovieren. Und die Farbe? Die zahlen natürlich die Eltern, auch wieder Mehrwertsteuer! Als eine Mutter vorschlug, die Eltern sollen pro Monat 3 € zahlen, um eine Putzfrau für die Toilette zu finanzieren, habe ich gestreikt. Ich habe inzwischen einen Buben auf dem Gymnasium und die Lehrer gehen davon aus, dass ich immer abrufbereit bin und ein Auto zur Verfügung habe und natürlich auch das Geld für das teure Benzin habe, um mein Kind abzuholen, wenn es sich im Sportunterricht den Knochen lädiert hat. Ich frage mich, was sie machen, wenn Eltern kein Auto haben. Ich habe ausgerechnet, dass mich der Besuch auf dem Gymnasium mit allen Benzinkosten und drum und dran ca. 150 € pro Monat kostet. Und außerdem: Lehrer erwarten, dass ich immer ausreichend passend Bargeld daheim habe. „Ich habe die Lektüre Blibalbluh bestellt. Sie kostet 7,95 €. Geben Sie Ihrem Kind das Geld in einem beschrifteten Umschlag passend bis morgen mit.“

Ja, Hannah schimpft gerne auf Lehrer, weil sie von diesen tagtäglich genervt wird.

Zurück zu der Behauptung Kinderlose würden Familien die Schulen bezahlen. Die ist unter dem Hintergrund der hohen Kosten, die der Schulbesuch an einer öffentlichen Schule kostet und der Tatsache, dass Familien bei gleichem Brutto kaum weniger Steuern bezahlen müssen, nicht haltbar.

Habe ich noch einen Aspekt vergessen?

Ja, habe ich:

Zum einen kann ich mich an die Aussage eines meiner Professoren erinnern: Bei gleicher Ausbildung, gleicher Erfahrung, gleichem Alter, Region verdient der kinderlose männliche Single brutto am meisten. Verheiratete Kinderlose verdienen brutto weniger und mit jedem Kind sinkt das Bruttogehalt.

Folge: Absolut gesehen zahlen Kinderlose mehr Lohnsteuer, weil sie mehr Brutto bekommen als Familienväter.

Und: Kinderlose konsumieren mehr. Sie leisten sich z.B. mehr teure Urlaubsreisen als Familien und leisten sich für sich allein zum Teil größere Wohnungen als Familien und zahlen dadurch genau so viel Mehrwertsteuer, nur im Gegensatz zu Familien müssen sie diese Mehrwertsteuern bezahlen. Eltern sind verpflichtet, ihren Kindern einen angemessenen Lebensstandard zu finanzieren. Kinderlose sind nicht verpflichtet, teure Kreuzfahrten zu machen.

Formulieren wir das Gesamtergebnis: Kinderlose zahlen wirklich mehr Einkommensteuern, aber nur wenn man berücksichtigt, dass sie ohne Hindernisse Karriere machen können und dadurch mehr Brutto bekommen. Später bekommen sie von den Kindern anderer Leute eine deutlich höhere Rente als Eltern und zahlen dann auch mehr Einkommensteuer. Da sie mehr konsumieren als Eltern und deren Kinder, zahlen sie auch mehr Mehrwertsteuer. Was aber auch Fakt ist: Sie müssen diese Mehrwertsteuer nicht bezahlen. Sie könnten theoretisch auch Teilzeit arbeiten und die Einkommensteuer dadurch senken und zwar so weit, dass ihnen genau so viel übrigbleibt wie einem Elternteil nach Abzug der Ausgaben für die Kinder. Dann würden sie auch weniger konsumieren und weniger Mehrwertsteuer bezahlen. Eltern haben diese Wahl nicht!

Damit ist die Aussage, Kinderlose würden mehr Steuern bezahlen, belegt. Allerdings ist die Höhe der Steuerersparnis bei weitem nicht so hoch, wie man dachte.

Untersuchen wir noch den zweiten Teil der Behauptung: Kinderlose würden die Schulen und Unis bezahlen. Diese Hypothese hat sich als falsch erwiesen, da eben die Steuerersparnis für Familien bei weitem nicht so hoch ist, wie suggeriert wird und Familien sehr viel Geld in den Schulbetrieb geben müssen, damit dieser funktioniert. Die ganze ehrenamtliche Elternarbeit ist da nicht mit berücksichtigt. Unter diesen Bedinungen kann man abschätzen, dass Kinderlose in etwa nur die Hälfte der Unis und Schulen finanzieren, womit der zweite Teil der Hypothese widerlegt ist.

Und eine Sache muss auch klar sein: Bei gleichem Brutto zahlen Familien fast genau so viel Steuern, wie Kinderlose. Durch das Steuerrecht werden Familien kaum entlastet. Weder die Ungerechtigkeit, dass Kinderlose mehr Brutto bekommen noch die Mehrausgaben durch die Kinder, welche sehr wichtige Investitionen in die Zukunft sind, werden dadurch ausgeglichen.

Geplante Folgeartikel:

Warum meinen Kinderlose immer, dass Eltern was von den Schulen hätten?

Warum die betragsfreie Mitversicherung der Kinder in der Krankenkasse doch nicht ganz betragsfrei ist.

Warum Kindergeld keine Sozialleistung ist, sondern steuerrechtlich jedem zusteht!

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1: Quelle: Bundesfinanzministerium, Anteil einzelner Steuerarten am Steueraufkommen 2010

4 thoughts on “Untersuchung der Hypothese, dass Kinderlose mehr Steuern bezahlen als Familien

  1. someone 28/10/2018 at 03:42

    Dieser Aufstellung muß man aber fairerweise auch die gewaltigen Mehrkosten und Nachteile von Kinderlosen gegenüberstellen. Ich für meinen Teil bin beispielsweise unfreiwillig kinderlos. Und lustig ist das nicht. Ja, das mit dem Siechenhaus ist beispielsweise heute auch nicht sehr viel anders als anno dazumal. Heute heißt es eben Pflegeheim; und das für Unvermögende äußerst drittklassig. Aber auch einsam zu Hause unbemerkt zu versterben und erst nach Wochen und Monaten mumifiziert aufgefunden zu werden, ist nicht gerade der Wunschtraum, den man so für sein Lebensende hat. Und solche Fälle gibt es angesichts des zunehmenden Familienzerfalls leider immer mehr. Überhaupt ist die ganze Einsamkeit schwer erträglich. Nicht nur, weil es zu Hause so einsam ist. Nein, wie sehr beneide ich oft Freunde mit Kindern um ihre erweiterten Sozialkontakte aus dem Umfeld ihrer Kinder. Egal, ob Stillkurs, Kindergarten oder Schule. Der soziale Radius erweitert sich enorm. Und bald schon paßt man als unfreiwilliger Single nicht mehr dazu. Zur sich neu etablierenden Familien-Clique. Und wenn man einmal Hilfe benötigt, wie oft muß man als Single dafür Dienstleister bezahlen, während man sich in kinderreichen Familien untereinander aushilft oder die Kontakte spielen läßt, weil ja jeder das Kind eines anderen dort ist. Im Gegensatz zu der ausgedünnten Familienlandschaft, aus der man heutzutage als Einzelkind einer spätgebärenden und alleinerziehenden Mutter oft kommt. Und wenn so peu à peu die wenigen Familienmitglieder wegsterben, wird es auch nicht besser. Vor allem an Weihnachten alleine zu sein, ist hart. Wie schwer erträglich ist es, wenn andere fragen: Und was machen Sie an Weihnachten? Feiern Sie mit der Familie? Oder: Haben Sie Kinder? Und man muß tapfer sagen: Nein. Wie oft habe ich mir schon gewünscht, meine Wohnung mit einem vertrautem Menschen teilen zu können. Nicht nur der Einsamkeit wegen, sondern allein auch schon der Mietkosten wegen. Ich brauche kein Bad, kein Wohnzimmer und keine Küche für mich alleine. Als WG wiederum bekommt man in vielen Städten leider erst gar keine Wonung. In einer beengten Einzimmerwohnung leben möchte man jedoch auch nicht. Menschen sind immerhin keine seelenlose Objekte, deren Bedarf man je nach Menge in Verpackungsgrößen messen kann. Nicht zuletzt, weil Einraumwohnungen auch keine artgerechte Haltung für Haustiere wie Katzen ermöglichen, die aber oft der letzte Halt in der Einsamkeit sind. Und Einsamkeit erhöht sogar die Sterblichkeitsrate. Nicht umsonst hat man in England mittlerweile bereits ein Einsamkeitsministerium eingerichtet. Aber abgesehen von der Einsamkeit ist auch ein Arbeitszimmer in einem Einzimmerapartment natürlich nicht absetzbar, selbst wenn man tatsächlich darin arbeitet. Wie oft verderben überdies Lebensmittel, weil man alleine die Großpackung Möhren einfach gar nicht so schnell aufessen kann, wie sie verdorben ist. Manches kauft man von daher schon gar nicht mehr. Allzu oft gibt es leider auch keine Möglichkeit, Einzelprodukte zu kaufen. Mal ganz abgesehen davon, daß das Großgebinde natürlich auch günstiger ist als eine Einzelportion. Aber nicht nur das, auch gesetzlich ist man in vielen Belangen benachteiligt so ohne Familie. Allein die Schenkungssteuer sieht vor, daß man in vermögenden Familien lustig um die 1,5 Millionen Euro zwischen Eltern und Kindern hin- und herverschenken kann. Ja, nun, jetzt sind Sie aber alleine. Vielleicht in einer Notsituation. Selbst wenn Sie gute Freunde haben, die Ihnen aushelfen, so dürfen nicht mehr als 20.000 Euro steuerfrei verschenkt werden. Selbst dann nicht, wenn Sie dauerhaft schwerstgeschädigt am Krückstock gehen oder gar nicht mehr aufstehen können und wirklich auf Hilfe jeglicher Art angewiesen sind. Witwenrente bekommt man als Single natürlich auch nicht. Und während sich in Familien in der Not Blut eben doch dicker als Wasser erweist, so entpuppen sich bei Singles die Wahlverwandtschaften, wenn es hart auf hart kommt, eben oft doch nicht als tragbar. Und zu guter Letzt, um noch das schöne Beispiel mit dem Porsche aufzugreifen: Kinder zu haben ist ja auch nicht nur ein rein altruistischer Akt, dient er den meisten doch schlicht und einfach auch als genetische Reproduktion der eigenen Person, um gewissermaßen eine Art Unsterblichkeit zu erlangen und Familientraditionen oder gar Familiendynastien weiterzutragen, als Statussymbol oder als Allerheilmittel gegen Einsamkeit und Sinnentleertheit. Die gefährdetste Armutsgruppe stellen übrigens nicht per se Familien mit Kindern dar, nein, es sind zunehmend vor allem die Alleinstehenden, egal, ob mit oder ohne Kind. Paaren geht es allgemeinhin am besten. Zumindest, sofern die Zahl der Kinder 2 bis 3 nicht übersteigt. Erst dann geht es wieder los mit der Armutsgefährdung. Man muß das Ganze also schon auch mal differenzierter betrachten. Was wirklich helfen würde, wäre meine Erachtens die Abschaffung des ganzen Unterscheidungs-Gedöns und eine Gleichstellung aller mittels eines bedingungsloses Grundeinkommens. Ob das nun schon bei der Geburt losgeht oder für Kinder weiterhin ein Kindergeld on top kommt, sei einmal dahingestellt. Aber diese ganze Ausspielerei gegeneinander finde ich ganz furchtbar unmenschlich und auch nicht der Gerechtigkeit dienend. Weil man eben nicht alles in Geld messen kann. Von Geld kann man sich kein Weihnachten im Kreise der Familie kaufen und auch keine haltende Hand auf dem Sterbebett. Leider nein.

  2. Betty 17/10/2018 at 21:51

    Hallo,
    darf ich mich kurz vorstellen, ich bin weiblich und kinderlos und sehr glücklich. Ich verstehe gar nicht warum Sie sich so aufregen, es war doch Ihre entscheidung Kinder zu bekommen, keine hat Sie dazu gezwungen. Zudem beruht Ihr Artikel nur aus Annahmen. ich kenne auch keinen Kinderlosen der die Steuerklasse 3 hat, wundert mich dass Sie so eine Annahme überhaupt verwenden. Ich hab da noch eine Frage, damit ich auch sicher sein kann dass ich später meine Rente bekomme hätte ich gerne eine Garantie, dass Ihr Kind kein Sozialfall wird. Lg Betty

  3. Felix 02/12/2016 at 16:11

    ich denke anhand der vielen Faktoren wird schnell deutlich, wie schwierig eine genaue Berechnung und ein Vergleich wird. Die dargelegten Fakten beruhen ja teilweise auf Annahmen und stellen einen Fall dar. Es geht ja nicht jeder aufs Gymnasium, jeder gibt unterschiedlich viel für Kinder aus etc..
    Auch ist es fraglich ob es gerecht wäre wenn der kinderlose absichtlich weniger verdient und folglich eine Kreuzfahrt weniger macht um quasi „finanziell gleichgestellt“ behandelt zu werden. Jetzt kann man Kinder nicht mit einem zweiten Luxusauto vergleichen – aber der eine Erwachsene entscheidet sich für ein Kind der andere für einen Porsche. Beide sollten die Unkosten ihres Wunsches tragen. Der Porschefahrer verlangt ja auch nicht Geld von anderern weil er höhere Spritkosten hat.
    Ein ganz wesentlicher Aspekt ist auch , sollten kinderlose nicht von Familien oder jungen Menschen eine Entschädigung bekommen – denn währen die Babys nicht da, würden sie auch keine Rohstoffe verbrauchen und den Planeten schädigen.

    @Jörg Wenzel – man sollte aber schon berücksichtigen dass ein kinderloser auch Geld in das Rentensystem zahlt. Zwar nicht direkt für seine Rente, aber das ist eine andere Diskussion.

  4. Jörg Wenzel 20/12/2015 at 16:31

    Ein gewaltiger Kostenfaktor ist der Kinderlose für die Sozialkassen dann, wenn er in Rente geht. Weil ihm kein direkter Nachfahre ins Berufsleben folgt, zahlen „fremde“ Kinder ihm jeden Monat die (z.Z. 700-900€) Rente. Es sind die (vom Bruttolohn abgezogenen) Rentenbeiträge derjenigen erwachsengewordenen Kinder, die dieser Single nicht auf eigene Rechnung großgepäppelt hat.

    Vor Jahrhunderten sind unvermögende Kinderlose im Siechenhaus gelandet, und mussten unter kärglichsten Bedingungen ihrem Lebensabend entgegendämmern. Heute dürfen sie sich auf eine staatliche Rente freuen, und oft noch auf eine Zusatzrente, denn kinderlose Durchschnittsverdiener konnten locker jeden Monat 1-300 € dafür zurücklegen.

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