Mördermacher: Gedanken eines entsorgten Vaters

Das Buch Mörder(-macher) von Jürgen Bahro beschreibt die Gedanken eines Vaters. Jürgen Bahro lässt den Leser in seinem Buch teilhaben an seinen Gedanken. Die Gedanken sind dabei nicht immer frei von Beleidigungen, zeigen aber mit welchen Gedanken ein Trennungsvater sich rumschlagen muss.

Jürgen Bahro sieht sich als Vater von deutschen Gerichten von seiner Tochter entsorgt. Das besondere an diesem Buch ist dabei, das der Vater sich hier nicht auf das Verhalten der Jugendämter, Gerichte etc. stürzt und deren Verhalten in den Mittelpunkt stellt. Immer wieder beschreibt er seine eigenen Gedanken, die ihn begleitet haben. Davon viele Jahre in denen er sich mit gerichtlichen Auseinandersetzungen, Stress mit dem Jugendamt, Gerichtspsychologen, Anwälten und Polizei auseinandersetzen musste. 10 Jahre, seit den ersten Anzeichen seiner Trennung und dem danach erlebten. Abgerundet wird die Geschichte auch durch die entsprechende Vorgeschichte, wie er seine Frau kennen und liebengelernt hat.



Dieses Buch gibt tiefe Einblicke in die Seele eines Trennungsvater, dabei werden Höhen und Tiefen eines „normalen“ Vaters beschrieben. Gerade diese Alltäglichkeit bietet dem Leser Chancen mitzufühlen und familiengerichtliche Auseinandersetzungen mitzuerleben. In dem Buch werden keine dummen Ratschläge erteilt, sondern die Wut und der zwischendurch aufkommende Hass des Vaters können eindrucksvoll miterlebt werden. Das Buch zeigt eindrucksvoll, das man selbst dann als Vater für seine Kinder da sein kann, wenn man eben ausgegrenzt wurde. Dieses Buch könnte vielen Vätern neuen Mut machen, sich nicht von Familiengerichten etc. einschüchtern zu lassen und einfach nur für seine Kinder da zu sein. Denn Kinder brauchen auch dann einen Vater, wenn dieser nicht da sein darf.

Leider enthält das Buch viel zu viele Beleidigungen gegenüber den Mitmenschen und so gibt es auch in diesem Buch nur ein halbes Happy-End. Dennoch (oder gerade wegen dieser politisch unkorrekten Ausdrucksweise?) ist dieses Buch auf jeden Fall eine Empfehlung wert für alle trennungswilligen Eltern bzw. Eltern die sich bereits in einer Trennung befinden.