Kontaktverlust zu Vater oder Mutter macht krank

entsorgter Vater
entsorgter Vater

In der Ausgabe 21/2015 vom 06.´November 2015 hat sich die Neue Zeitschrift für Familienrecht unter anderem mit der Frage beschäftigt, ob ein Kontaktabbruch zu leiblichen Eltern (Vater und/oder Mutter) krank macht.

Macht Kontaktabbruch zu leiblichen Eltern krank?

Die beiden Medizinerinnen Anna Prinz und Prof. Dr. med. Ursula Gresser gingen dieser Frage nach und analysierten dabei 6 verschiedene wissenschaftliche Studien, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven der vorgenannten Fragestellung genähert hatten.



Das Ergebnis der Studien war dabei eindeutig: Der Verlust eines Elternteils führt bei Kindern zu erheblichen psychischen und physischen Schädigungen, von denen sich die Kinder auch nicht mehr erholen können.

Verlust eines Elternteils durch Kontaktabbruch ist schlimmer als der Verlust eines Elternteils durch Tod

Einige der Studien kamen sogar zu dem Ergebnis, das der Verlust eines noch lebenden Elternteils bei den Kindern zu schwereren Traumatisierungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt, als der Verlust eines Elternteils durch Tod. Die Belastung durch den Kontaktverlust in Folge einer Trennung/Scheidung ist demnach etwa doppelt so stark für ein Kind als wenn der Elternteil sterben würde und die Kinder werden in ihrer gesundheitlichen Entwicklung auch länger mit dieser Kindeswohlgefährdung belastet.

Eine Schädigung des Kindeswohls tritt sowohl bei Verlust nur eines Elternteils als auch beim Verlust beider Elternteile auf.




Kontaktverlust = Kindeswohlgefährdung

Kontaktverlust zum Vater

Eine der analysierten Studien kam z.b. zu dem Ergebnism das der Kontaktverlust zum Vater das Risiko für die Kinder signifikant erhöht, an schweren Depressionen zu erkanken oder in eine Drogenabhängigkeit zu geraten. Darüberhinaus bestehen auch Gefährdungen durch Angst- und Panikstörungen, Entwicklung von Phobien und Alkoholabhängigkeit.

Kontaktverlust zur Mutter

Verlieren die Kinder hingegen die Mutter, so besteht auch die sehr grosse Gefahr an Depressionen zu erkranken oder in eine Alkoholabhängigkeit zu geraten. Darüberhinaus bestehen natürlich auch die Gefährdungen durch Angst- und Panikstörungen, Entwicklung von Phobien und Alkoholabhängigkeit.

Kontaktabbruch? Nein Danke! Kinder brauchen beide Eltern

Die Analyse der entsprechenden Studien bestätigt abermals unsere Aussage, das Kinder beide Eltern brauchen und weder Väter noch Mütter ihren Kindern den Kontaktabbruch zum anderen Elternteil zumuten dürfen, da dieses eine Gefährdung des Kindeswohls darstellt.

Der vollständige Artikel kann beim Beck-Verlag unter folgendem Link erworben werden:

https://beck-online.beck.de/?vpath=bibdata/zeits/NZFAM/2015/cont/NZFAM.2015.989.1.htm#Y-300-Z-NZFAM-B-2015-S-989-N-1-Gl-1




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