Katastrophe in Nepal – 1 Million Kinder brauchen Hilfe

children-428909_1280Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal nehmen die Schreckensbilder kein Ende. Obwohl mehr als 8.000 Menschen bereits beim ersten Beben umkamen und sich die Überlebenden noch nicht von dieser traumatisierenden Katastrophe erholt hatten, verschlimmerte kurze Zeit später ein weiteres Beben die Situation vor Ort. Seither müssen 700.000 Menschen mit absoluter Armut zurechtkommen. Mehr als eine Million Kinder befinden sich in der Gefahrenzone und brauchen dringend Hilfe. Dank zahlreicher Spendenaktionen konnten große Summen gesammelt werden. Für den Wiederaufbau reicht es jedoch nicht. Ein großes Problem stellt derzeit die Verteilung der Hilfsgüter dar. Sie verläuft schleppend und verhindert eine flächendeckende Versorgung.

Fakten, Gefahren und Spenden

Einige der betroffenen Kinder verloren durch die Erdbeben am 25. April und 12. Mai 2015 in Nepal alle Verwandten. Häufig starben die Eltern, sodass die einige der Kleinsten auf sich allein gestellt sind. Viele Gebäude sind zerstört. Ein Zuhause gibt es oft nicht mehr. Verängstigt und unter Schlafstörungen leidend, finden Kinder nur schwer zurück in den Alltag. Die größte Gefahr geht derzeit vom Wasser aus. Viele Bergdörfer sind von gefährlichen Infektionen bedroht, weil das Trinkwasser versucht ist. Einige Hilfsorganisationen sind bereits damit beschäftigt mobile Wasseraufbereitungsanlagen zur Verfügung zu stellen. Da das Ausmaß der Naturkatastrophe kaum mit Worten zu beschreiben ist, haben wir an dieser ein Video eingebunden, dass eines der Dörfer aus der Vogelperspektive zeigt.

 

Die größten Geldgeber sind momentan China und Indien. Gemeinsam wollen sie über 1,5 Milliarden US-Dollar in den Wiederaufbau investieren. Die Regierung Nepals schätzt, dass rund 6,6 Milliarden US-Dollar für den Aufbau von Infrastruktur und Gebäuden benötigt werden. Schließlich wurden über 500.000 Häuser zerstört. Wer den Erdbebenopfern helfen möchte, findet dafür im Internet diverse Möglichkeiten. Um nicht an unseriöse Empfänger zu geraten, die das Geld nicht Nepal zukommen lassen, sondern für eigennützige Zwecke missbrauchen, ist es ratsam sich an namhaften Projekten, Vereinen und Stiftungen zu orientieren. Zahlreiche Hilfswerke wie beispielsweise die Kindernothilfe sammeln online konkret Spenden für Kinder und stellen dafür verschiedenste Projekte zur Auswahl. Zur Orientierung haben wir weitere vertrauenswürde Anlaufstellen gelistet, die speziell für Nepal zum Spenden aufrufen:

  • UNICEF

  • Diakonie Katastrophenhilfe

  • Deutsches Rotes Kreuz

  • Aktion Deutschland hilft

  • Bündnis Entwicklung hilft

  • Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

  • Caritas International

UNO-Koordinator fordert mehr Tempo

nepal-790337_1280Wichtige Hilfsmittel aus China und vielen anderen Ländern haben Nepal in der Zwischenzeit erreicht, doch die Verteilung wird beim Zoll von bürokratischen Hürden behindert. John Ging, UNO-Koordinator humanitärer Einsätze kritisierte die Behörden vor Ort Anfang Juli gegenüber der Nachrichtenagentur AFP scharf: „Wir können uns administrative und bürokratische Verzögerungen nicht leisten.“ Er betonte die Dringlichkeit und die Verschlimmerung der Notlage, die angesichts der Monsun-Saison zu erwarten ist. Ein Bericht, der auf der Internetpräsenz der UNO in Deutschland veröffentlicht wurde, verdeutlicht die Lage: „Angesichts des bevorstehenden Monsuns läuft den Helfern die Zeit davon. Die UN warnte, dass die Menschen – mangels Schutz und wegen der knappen Nahrungsmittelreserven – jetzt noch stärker von Starkregen und Erdrutschen bedroht seien.“ Erschwerend kommt hinzu, dass rund 300.000 Menschen ausschließlich über den Luftweg erreichbar sind, weil sie in der Berglandschaft Nepals leben. Teilweise sind Bergsteiger im Einsatz, um den Transport der Hilfsgüter zu beschleunigen. Nach aktuellem Stand der UNO sind noch immer mehrere Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Lebensmittel, Medizin und Hygieneartikel seien dringend erforderlich.




Schreibe einen Kommentar

Name *
E-Mail *
Website