Handytarife für Kinder – was sollten Eltern beachten?

Smartphones sind aus dem heutigen Alltag kaum mehr wegzudenken. Jederzeit und überall erreichbar sein und mobil im Netz surfen zu können, gehört gewissermaßen schon zu den Grundrechten des modernen Menschen. Dieser Trend ist mehr und mehr auch unter Kindern zu beobachten. Bereits die Kleinsten möchten die mediale Welt erobern und somit wird sich jede Mutter und jeder Vater über kurz oder lang mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob und wann der Nachwuchs ein Handy bekommt.

Im heutigen modernen Computerzeitalter kommen Kinder bereits sehr früh mit Smartphones, Tablets oder Laptops in Verbindung und möchten ihren Klassenkameraden und Freunden in Sachen „Handy“ in keiner Weise nachstehen. Studien zufolge besitzen bereits zehn Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen heute ein Handy oder Smartphone.

Wie alt sollte ein Kind sein um ein Handy zu besitzen?

Diese Frage lässt sich generell nur schwer beantworten, denn bei der Entscheidung der Eltern zum Kauf eines Handys kommen verschiedene Faktoren ins Spiel. Dabei spielt nicht nur das Alter des Kindes eine Rolle, sondern inwieweit überhaupt eine Kommunikationsmöglichkeit für das Kind benötigt wird. Für Eltern, die beide berufstätig sind und ihr Kind nicht ständig auf dem Schulweg oder zu anderen Aktivitäten begleiten können, ist das Handy  oftmals die beste Möglichkeit, jederzeit eine Kommunikation zum Kind herstellen zu können.

Beim Kauf eines Handys für Kinder sollten Eltern nicht nur darauf achten, dass das ausgewählte Modell, je nach Alter des Kindes, bedienungsfreundlich ist, sondern auch in Kinderhänden nicht zur Kostenfalle wird.

Für Kinder der Altersklasse sechs bis neun sind einfach zu bedienende Handys mit einem Einkaufspreis unter 50 Euro vollkommen ausreichend. In einigen Fällen kann auch das ausgediente Mobiltelefon eines Elternteils wertvolle Dienste leisten. Kinder dieser Altersstufe sehen im Besitz eines Handys noch kein Statussymbol, wie es oftmals bei größeren Kindern oder Jugendlichen der Fall ist.

Für Kinder der Altersgruppe neun bis zwölf Jahre eignet sich ein leicht zu bedienendes Einsteiger–Smartphone mit einem Anschaffungspreis von 60 bis 150 Euro. Diese Smartphone-Modelle sind besonders übersichtlich und erfüllen die Anforderungen und Funktionswünsche etwas älterer Kinder.

Welcher Tarif eignet sich für das Kinderhandy?

Ein wichtiger Aspekt für Eltern bei der Auswahl des passenden Tarifs für die Handynutzung ihres Kindes ist die Kostenkontrolle. Hierzu eignen sich besonders Prepaid-Tarife auf Guthabenbasis bzw. bei monatlicher Kündigunsmöglichkeit, die ein Telefonieren, Surfen oder „Simsen“ nur bei ausreichendem Guthaben möglich machen. Bei der Auswahl eines Prepaid Tarifs sollte man nicht nur auf günstige Gesprächsgebühren, sondern auch auf die Empfangsqualität des jeweiligen Dienstes achten. Einige Anbieter bieten ebenfalls die Möglichkeit der Sperrung von Abo– oder Premiumdiensten, die für Eltern schnell zur Kostenfalle werden können. Eine weitere Sonderfunktion, die Handyortung, ermöglicht es den Eltern durch Zahlung einer zusätzlichen Gebühr, jederzeit abfragen zu können, wo sich ihr Kind aufhält. Die Handyortung ist für alle Mobiltelefone im Mobilfunknetz der größten Anbieter, wie T-Mobile, Vodafone oder O2 möglich. Prepaid Kinder-Handytarife auf Guthabenbasis lassen nicht nur eine Kostenkontrolle zu, sondern können auch, je nach Bedarf, flexibel angepasst werden. Eine Übersicht an empfehlenswerten Kindertarifen fürs Smartphone ist bei Handytarife.org zu finden.

Für ältere Kinder und Jugendliche, die bereits ihre ersten Erfahrung bei der Nutzung eines Handys gesammelt haben und nicht nur höhere Ansprüche an das Mobiltelefon stellen, sondern auch flexibler in der digitalen Welt sein möchten, können spezielle Junior-Handyverträge mit Sonderfunktionen eine gute Alternative darstellen. Diese Verträge haben vorwiegend eine Laufzeit von 24 Monaten und sind somit mit einigen Preisvorteilen verbunden. Die meisten Anbieter bieten eine Flatrate an, die nicht nur das Surfen im Internet, sondern auch Telefongespräche besonders günstig gestaltet. In vielen Fällen ist eine kostenfreie Elternrufnummer integriert, die es dem Kind erlaubt, jederzeit zu seinen Eltern Kontakt aufzunehmen ohne die Kosten im Auge behalten zu müssen. Spezielle Junior–Sicherheitsoptionen ermöglichen es den Eltern, auch bei Abschluss eines Vertrags für das Handy ihres Kindes, Gesprächs- und sonstige Nutzungskosten durch Einzelverbindungsnachweise nicht nur monatlich, sondern auch täglich zu verfolgen. In vielen Kinder Handyverträgen sind spezielle Sicherheitsoptionen, wie das Sperren von Premium Diensten, Roaming, Sonderrufnummern, mobiles Bezahlen sowie eine FSK 16 Sperre bereits enthalten oder können für eine geringe Gebühr hinzugebucht werden.

Medienkompetenz – wie Eltern ihren Kindern einen sicheren Umgang mit Handy oder Smartphone ermöglichen

Ein sicherer Umgang bei Jugendlichen und Kindern mit Smartphone und Co (der Status Quo in Sachen Medienkompetenz ist auf Medienkompetenzbericht.de zusammengefasst) sollte von den Eltern im offenen Gespräch erklärt und am betreffenden Gerät gezeigt werden. Dabei sollten dem Kind nicht nur die einzelnen Funktionen erklärt, sondern auch auf die Gefahren, die in der Medienwelt auf Kinder lauern, hingewiesen werden. Eltern sollten gemeinsam mit ihrem Kind die ersten Einstellungen am Gerät vornehmen und den jungen Nutzer darüber informieren, wie man Sicherheitseinstellungen aufruft und ändert, sichere Passwörter erstellt, Kosten  im Auge behält und sicher mit privaten Daten umgeht.




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