Gibt es nur die Guten Väter?

Ihre Arbeit finde ich fantastisch; was mich aber rasend macht ist die Tatsache, dass immer nur die Guten Väter vorgestellt werden und die Mütter als schlechte Mütter und total böse Menschen, die an allem Schuld tragen.



Dampf ablassen
Dampf ablassen

Im Falle meiner Tochter darf ein Vater, dem von mehreren Seiten eine Persönlichkeitsstörung attestiert wurde, ein Aufenthaltsbestimmungsrecht beanspruchen, das dem Kind (8 Jahre – der Streit läuft seit 6 Jahren) nunmehr (auch attestiert) ein psychischer Schaden entstanden ist. Das Buch von Norbert Blüm könnte nach unserem Fall geschrieben sein. Der Junge gibt nicht auf, zu betonen, dass er bei seiner Mutter leben möchte. Es ist nachgewiesen, dass die Bildungs- und Erziehungsaufgaben ebenso wie die Gesundheitsfürsorge bei meiner Tochter mit dem nötigen Ernst dem Kind zugute kommen.



Diese Mütter werden von Richtern boykottiert, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, das Modell bessere Väter in 80 % der Fälle durchzuziehen. Der Vater meines Enkels ist ja nicht mal in der Lage, Gespräche über die Bedürfnisse des Kindes alleine zu führen. Er sitzt am Tisch in der Schule und starrt die Lehrer an, während diese ihm zu vermitteln versuchen, dass er seinem Kind bei der Bewältigung des schulischen Lebens unbedingt helfen muss. Stattdessen wirft er den Lehrern Fehlverhalten vor. Der Junge ist sehr intelligent; nach dem letzten Urteil des OLG, wonach er nun doch beim Vater verbleiben muss, baut er kontinuierlich in seinen Leistungen und seinem Sozialverhalten ab und muss nun zur Beobachtung in eine Kinderpsychiatrie! So, jetzt kommen Sie; warum schreitet hier niemand ein und „rettet“ den Jungen aus dieser Abstiegsfalle?

Was ich sagen möchte: Es gibt viele Mütter, die es besser machen könnten, die jedoch wegen der enormen Lobbyarbeit der „einsamen“ Väter total ignoriert werden.

Schöne Grüße

Stefanie G.



6 thoughts on “Gibt es nur die Guten Väter?

  1. Rainer 24/08/2018 at 09:08

    Auch wenn der Thread schon etwas älter ist: Was ich nicht verstehe ist, warum die meisten Menschen nicht sehen, dass es auf allen Seiten immer gute und schlechte Varianten gibt. Es gibt natürlich viele Väter, die besser nicht Väter sein sollten. Gleiches gilt aber auch für viele Mütter. Und da im Alltag (Ämter, Gerichte, …) aber leider – diese Erfahrung durfte ich auch jahrelang machen – Väter ziemlich grundsätzlich erstmal als verdächtig angesehen werden, gibt es diese Website. Hier kommen halt die Väter zu Wort, die sich kümmern möchten! Und Frauen, die solche Väter gut finden, sollten das unterstützen. Genauso wie die „guten“ Väter sicherlich akzeptieren sollten, dass es eben auch reichlich schwarze Schafe auf der Vaterseite gibt. Ist das so kompliziert?

    • Der Elterncoach
      Der Elterncoach 04/09/2018 at 07:40

      Lieber Rainer,
      genau das ist das Problem was wir haben. Viele Betroffene haben einen einseitigen Blick auf die Sache. Auch mir ging es mal so. Viele Väter sehen sich als „Opfer“ und die Mütter sehen sich als „opfer“. Verstärkt wird diese Opfer- und Hasshaltung durch verschiedene Faktoren aus dem sozialen Umfeld, das sind dann Mütter- oder Vätergruppen, Familienangehörige, (un–)soziale Netzwerke und manchmal sogar die Anwälte. Die Betroffenen hängen dann häufig in Filterblasen fest und nehmen nur noch gefilterte Informationen auf, die dann die einseitige Haltung verstärken.
      Hier ist es wichtig das man lernt als betroffener Vater oder als betroffene Mutter dieses zu erkennen und dann zu lernen damit umzugehen. Das hört sich einfacher an als es ist. In Wirklichkeit ist es nämlich sehr kompliziert sich dieser Filternblase zu entziehen wenn man da erstmal drinne steckt und deswegen ist hier eine professionelle Unterstützung empfehlenswert.

  2. Julia82 27/05/2018 at 19:38

    Ueberall sonst wird nie ueber die guten Vaeter gesprochen, die mit Sicherheit den Grossteil der Vaeter ausmachen.
    Und genau deshalb haben Vaeter auch nach wie vor schlechte Karten wenn sie Ihre Kinder miterziehen moechten.
    Und ueber Muetter, die diesen Umstand schamlos ausnutzen werden ebenfalls nie thematisiert, weshalb auch da sehr nachgebessert werden kann.

    Gleichberechtigung ist eine schoene Sache, auch fuer Vaeter. Ich finde es auch extrem daneben, wenn sich Muetter immer wieder mit schlechten Aeusserungen ueber die Vaeter ueber solche Artikel prikieren: Also der Papa hier ist ja ein ganz furchtbarer Mensch – also eigentlich waers ja besser Er waer nicht da….

    Eine Schande ist es. Denn ob das Kind empfangen, ausgetragen, geboren wird – diese Entscheidung trifft allein die Mutter – also auch von wem Sie ein Kind bekommt. Es wird wohl nur sehr sehr wenige realistische Faelle geben, wo ein anstaendiger Mann sich auf einmal denkt:“ Oh – Ich werde Vater… wo ist der Whiskey, das Kokain, die Huren? Und wozu brauch ich ueberhaupt einen Job?“

    Das Gegenteil ist da wohl wahrscheinlicher.

  3. Kurt 03/03/2016 at 21:53

    Merkt euch allumfassende Mütter: Wenn die Väter Umgang haben haben sie auch das Sorgerecht innerhalb der Zeit und auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Da hat sich niemand einzumischen. Kümmert euch lieber darum dass beide Elternteile 50% das Kind haben, geht arbeiten und kassiert von anderen und vom Staat kein Geld. Da habt ihr viel Zeit um Geld zu verdienen und eurem KInd innerhalb eurer Umgangszeit ein schönes Leben zu machen. Nach dem Motto: die DNA teilt sich immer hälftig. Bekämpft eure kriminellen Geschlechtsgnossinnen die Kindesentzug betreiben und das Kind schädigen, verletzen und sein künftiges Leben zerstören. Nur wenn ihr so vorgeht beweist ihr dass ihr Mütter seid, ansonsten reiht ihr euch in die grosse Schlange der Kriminellen und Verbrecherinnen ein. Merke: wir haben Gesetze in Deutschland, leider werden diese nicht befolgt und auch bei Missachtung geahndet. Woran das wohl liegt? Vielleicht in unserer vergangenen Geschichte? Gibt es denn da Parallellen? Ich würde mal nachdenken!!

  4. Wikilein77 03/03/2016 at 09:31

    Vielen Dank Stefanie, mir gehen diese Geschichten vom armen, armen Vater und der bösen, bösen Mutter auch auf den Keks. In meinem Fall benimmt sich der Herr Papa komplett daneben. Ich ziehe auch den Hut vor der Riesenleistung „Gutachterdatenbank“. Das ist eine anerkennenswerte, sehr wertvolle Leistung.
    Was ich aber schlimm finde, ist, dass hier Mörder bedauert werden. Der „Vater“ der seine Kinder gegen den Baum fuhr wurde als Mörder verurteilt, vollkommen zurecht. Auch der „Vater“ der seine Kinder abgestochen und die Autobahnbrücke herunter geworfen hat, ist ein Mörder, der hier bedauert wird. Er wäre ja nicht Schuld, Schuld wäre die Familiengerichtsbarkeit und gleichzeitig wird hier von verantwortungsvoller Elternschaft gesprochen. Mich würde kein Familiengericht dazu bringen, so etwas meinen Kindern anzutun. Der Mann ist ein Mörder und voll verantwortlich für seine Schandtat. Zu untersuchen wäre, ob die Mutter Hinweise gegeben hat auf die Persönlichkeit des Vaters und es muss geprüft werden, warum hier kein Umgangsausschluss statt fand zum Wohle der Kinder. Der Zwangsumgang mit dem Vater war definitiv nicht zum Wohle der Kinder, sie sind jetzt tot. Um gleich richtig zu stellen: Wenn eine Mutter ihre Kinder nur verpritscht, ist hier genauso Umgangsausschluss zu prüfen. Das nenne ich gerechte Gleichbehandlung der Eltern: Die Prüfung eines jeden Einzelfalls und @Rene, Gleichberechtigung bei Teilung der Verantwortung für Kinderbetreuung und Haushalt sollte von Anfang an gelebt werden, nicht erst nach der Trennung.

  5. Rene B. 03/03/2016 at 07:28

    Hallo zu deinen Text ,habe ich glaub ich grad nur einen gedanken – Gleichwertigkeit der Eltern . Nun ja ,es gab eine Trennung ,aber die Kinder brauchen Mutter und Vater in gleicher Form !! Der ,der die beschützende Hand über die Kinder hält und das Emotinale … Muss ich mehr dazu schreiben ,nein . Liebe Grüsse Rene

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