Familiengericht München: Entzug der elterlichen Sorge wegen Umgangsboykott

Bei Umgangsboykott ist das Sorgerecht in Gefahr

entsorgter Vater
entsorgter Vater

Wer als umgangsverpflichteter Elternteil den Umgang des Kindes mit dem anderen Elternteil verweigert, dem droht der Entzug der elterlichen Sorge.

Das ein Umgangsboykott dem Kind schadet ist wohl so manchen Eltern immer noch nicht klar und immer noch werden viele Kinder dahingehend beeinflusst, keinen Umgang mit dem umgangsberechtigtem Elternteil ausüben zu wollen.

Umgangsboykott gefährdet das Kindeswohl

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Jugendamt muss Umgang unterstützen

Bundesverfassungsgericht 1BvR 1468/15

Väter haben Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei Ausübung des Umgangsrechts

Ordnet das Familiengericht einen begleiteten Umgang an, so ist das Familiengericht gegenüber dem Jugendamt nicht weisungsbefugt, was die Durchführung des begleiteten Umgangs angeht.

Weigert sich das zuständige Jugendamt also, den Vater bei der Ausübung seines Umgangsrechts zu unterstützen, kann der Vater vielfach seinen vor Gericht durchgesetzten (begleiteten) Umgang nicht ausüben und wird faktisch zunächst weiterhin vom Umgang ausgeschlossen. Weiterlesen „Jugendamt muss Umgang unterstützen“

LSG Bremen: Hartz4 Empfänger bekommen Reisekosten zur Ausübung des Umgangsrechts erstattet

S 23 AS 515/14 ER Sozialgericht Bremen :

Das Jobcenter hat Kosten einer Reise nach Australien zur Ausübung des Umgangsrechts zu übernehmen

Väter, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen und davon Unterhalt und Steuern zahlen müssen nach bisheriger Rechtssprechnung die Kosten für die Durchführung des Umgangs nach unseren Kenntnissen selber zahlen und können diese Kosten auch nicht von der Steuer absetzen.

Viel einfacher haben es da Väter, die vom Jobcenter Geld bekommen… Weiterlesen „LSG Bremen: Hartz4 Empfänger bekommen Reisekosten zur Ausübung des Umgangsrechts erstattet“

OLG Brandenburg: Gemeinsames Sorgerecht auch bei gestörter Kommunikation

Am 03.08.2015 hat das OLG Brandenburg einem Vater das gemeinsame Sorgerecht gegeben obwohl es auf der Elternebene eine gestörte Kommunikation gegeben hatte.

Bislang haben Mütter nach einer Trennung häufig dafür gesorgt, das die Kommunikation auf der Elternebene gestört ist und es zwischen Vater und Mutter nicht zu vernünftigen Gesprächen kommen konnte. Aufgrund dieser Streitsituation zwischen den Eltern beantragten die Mütter daraufhin das allleinige Sorgerecht. Weiterlesen „OLG Brandenburg: Gemeinsames Sorgerecht auch bei gestörter Kommunikation“

BGH: Sachverständigenanhörung vor Gericht

Frage Antwort
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Hat das Gericht in erster Instanz dem Antrag einer Partei auf Ladung des Sachverständigen zur Erläuterung seines Gutachtens in mündlicher Verhandlung zu Unrecht nicht entsprochen, muss das Berufungsgericht dem im zweiten Rechtszug wiederholten Antrag stattgeben. Anderenfalls verletzt es den Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör (IV ZR 307/12 Fortführung des Senatsbeschlusses vom 15. März 2006 – IV ZR 182/05, VersR 2006, 950 Rn. 6-8).“

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Eltern haben Anspruch auf konkrete Umgangsregelung

Quelle: OLG Brandenburg, Beschl. v. 31.05.2012 – 9 UF 6/12

Das OLG Brandenburg hat am 31.05.2012 im Verfahren 9 UF 6/12 beschlossen, das Eltern einen Anspruch auf eine inhaltlich nachvollziehbare Umgangsregelung haben und das eine Festlegung des Umgangs nicht hinausgezögert werden dürfe, nur weil man nicht feststellen könne, ob der Umgang dem Wohl des Kindes diene…

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Wechselmodell ist kein Umgangsrecht.

BvR 486 14

Frage Antwort
Gehört das Wechselmodell zum Sorgerecht oder zum Umgangsrecht?

Häufig wurde die Frage diskutiert, ob das Wechselmodell eher dem Sorgerecht oder dem Umgangsrecht zuzuordnen ist.
In der Rechtssprechung gab es dazu bislang keine klare Regelung. Jedoch wurde bislang das Wechselmodell eher dem Sorgerecht zugeordnet, jedoch meistens dahingehend, das die Eltern sich freiwillig auf die paritätische Doppelresidenz geeinigt hatten.

Wer also hälftigen Umgang mit seinem Kind haben möchte, muss das im Sorgerechtsverfahren/ Aufenthaltsbestimmungsrechtsverfahren klären. Weiterlesen „Wechselmodell ist kein Umgangsrecht.“

OLG Rostock keine willkürliche Zurechnung von fiktiven Einkommen

Sofern Väter sich um ihre Kinder kümmern (wollen), können ihnen nicht willkürlich Einkünfte zugerechnet werden.

OLG Rostock, 05.02.2015 – 11 UF 138/13 Für einen barunterhaltspflichtigen Elternteil, der nicht in Höhe des Mindestunterhalts leistungsfähig ist, besteht keine Obliegenheit zur Ausübung einer Nebentätigkeit, wenn er ausbildungsgerecht in Vollzeit arbeitet, hohen Zeitaufwand für den Arbeitsweg hat und sein Umgangsrecht regelmäßig wahrnehmen möchte. Weiterlesen „OLG Rostock keine willkürliche Zurechnung von fiktiven Einkommen“